Sebastian Hehn

Okt 202013
 

An einem der letzten schönen Herbstwochenenden machten wir uns auf in Richtung Mittenwald, um den Hohen Kranzberg (1391 m) zu besteigen (oder zu befahren) und die kleinen, jedoch wunderschönen Albenseen (nämlich den Ferchensee und den Lautersee) zu umwandern. Wir hatten eine Rundtour vor, die vor allem auch unserem 5jährigen Sohn Spaß machen würde. Von Mittenwald aus kann man mit einem Sessellift zur Bergstation, nahe des Berggasthofes St. Anton fahren, was natürlich für die Kleinen immer ein Highlight ist. Für den gesamten Weg muss man rund 4 Stunden veranschlagen, es sind ca. 12 km.
Nachdem wir vergeblich nach einem Parkplatz gesucht hatten, parkten wir an einem Hotel in der Nähe. Gleich gegenüber findet man folgende Wanderkarte vor, auf der man sich schon mal über das Gebiet informieren kann:

Karte-Kranzberg

Von hier aus waren es ca. 15 Minuten zur Talstation der Kranzbergbahn. Unterhalb der Sessellifte ist ein einfacher Weg in Richtung Gipfel. Der Weg ist so einfach, dass wirklich auch kleine Kinder und ältere Menschen ihn einfach bewandern können.
Mittenwald

Mittenwald-2

Kranzberg-Lift

Sessellift-Kranzberg

Blick-Lift

Der Wanderweg schlängelt sich parallel und unter der Seilbahnlinie nach oben. An der Bergstation ausgestiegen hat man schon einen tollen Ausblick:

Kranzberg-Bergstation

Eine Webcam zeigt aktuelle Bilder von hier oben.

Ein paar Minuten von hier ist man schon beim Berggasthof St. Anton:

St-Anton-Kranzberg

Karwendelblick-KB

Aussicht2

Hier oben kann man in den verschiedensten Richtungen wunderbare Blicke erhaschen. Auf dem Bild hier blickt man in Richtung Wallgau – zu erkennen ist Das Heimgarten – Herzogstand Massiv und die umliegenden Berge. Die sieht man dann schließlich vom Gipfel noch einmal besser. Vom Berggasthof St. Anton ist man schnell beim Kranzberghaus.

Kranzberghaus

Die Lage des Kranzberghauses ist sehr schön, jedoch ist die Bewirtung für Vegetarier etwas unflexibel. So konnten keine Pommes ohne Currywurst bestellt werden. Wer jedoch gerne auf Tierleichen verzichtet, verzichtet dann halt auf’s ganze Essen. Wo anders gibt’s ja auch was. Und Pommes sind eh nicht gesund. Mein Tipp hier ist eindeutig: Wo anders essen oder eigenes Essen mitbringen (Achtung: Mitgebrachtes darf hier auch nicht verzehrt werden!)
Ein Abstecher auf den Gipfel lohnt sich, keine 3 Minuten ist er entfernt und lockt mit herrlichen Sonnenstühlen die einem die gigantische Aussicht entspannt genießen lassen!

Über den Dächern von Mittenwald

Von hier aus ging der Weg weiter über einen breiten Schotterweg, erst über eine Hochebene und dann wieder bergab in Richtung Ferchensee.
Wegweiser-4

Karwendelblick2

Obwohl hier von der Stadt Mittenwald das Radfahren verboten ist, lädt der Weg dazu ein, und viele gehen auch dieser Versuchung nach, denn die Wege sind gut befahrbar. Wir störten uns nicht daran. Da vom letzten Schnee (ja, Mitte Oktober fiel hier bis nach München Schnee) noch einiges übrig war, konnten zwischenzeitliche Schneeballschlachten für zusätzliche Freude sorgen.
Nach ca. einer Stunde kommt man am Ferchensee an, bei dem man auch einkehren könnte. Die Bewirtung ist jedoch nur bis 16:00 Uhr.
Ferchensee-1

Ferchensee-2

Rund um den Ferchensee geht ein Weg, der gut begehbar ist. Von hier aus sind es ca. 30 Minuten zum Lautersee und eine Stunde nach Mittenwald. Die beiden Seen werden durch eine kleine, bewaldete Kuppe voneinander getrennt. Mit dem Auto darf man hier nicht anfahren, jedoch kommt man per Bus hier her.
Hier ein kleiner Einblick in die Gegend zwischen Ferchensee und Lautersee:
Schneewald-Pano

Schneewiese

Am Lautersee angekommen findet man wieder mehrere Gaststätten vor. Zur Rechten ein Fischlokal und zur Linken ein Strandbad mit Bistro. Aber auch hier nur Küche bis 16:00 Uhr!
Lautersee-Pano

Vom Strandbad aus hat man einen schönen Blick über den See:

Lautersee

Auf dem Weg nach Mittenwald zurück zum Auto (der Weg führt genau zur Talstation zurück).

Lautersee-Plateau

Walderlebnispfad

Hier kann man auch verschiedenste Vögel beobachten:

Singvoegel

Der Walderlebnispfad bietet so einiges. So sind hier die verschiedensten Gesteinssorten ausgestellt und schön arrangiert.

Steingarten

 

Hier findet man nochmal die gesamten Bilder der Wanderung auf Flickr

 

Den GPS Track gibt’s bald!

Viel Spaß beim Wandern!

Aug 152013
 

Heute möchte ich eine schöne und zugleich familiengerechte Tour vorstellen, die es jedoch ganz schön in sich hat. Vor allem der ungeübte kann mit dieser zuerst einfach erscheinenden Tour an seine Grenzen kommen. Wir starten auf dem hinteren Parkplatz am schönen Spitzingsee ( N 47°39.701′ E 11°53.212′ ). Man hat eine Reihe Parkplätze zur Verfügung, auf den meisten werden bezahlbare Parkgebühren fällig. Der Spitzingsee ist meist nicht überlaufen und man sollte kein Problem haben einen Parkplatz zu finden.Nun gehen wir auf einem ebenen Weg am See entlang, den wir zu unserer Linken halten. Hier kann man schon das Ziel sehen – den Brecherspitz, auf 1683m.

Brecherspitz

Der Weg mündet in eine feuchte Moorlandschaft und geht auf einen geteerten Weg über, links ist ein Tagungshotel, wir bleiben auf dem geteerten Weg, der nach oben führt. Zu unserer Rechten ist der Spitzingsattel und der Brecherspitz. Diesem Weg folgen wir eine halbe Stunde bis 45 Minuten, je nach Kondition und Kinderlust :)
Bald schon geht die Straße in einen geschotterten Weg über und wir kommen der unteren Firstalm näher. Links und rechts sind Weiden mit Kühen. Das habe ich auf den folgenden Bildern festgehalten.
Untere-Firstalm

Dreht man sich hier um, kann man ein wunderschönes Panorama genießen. Der Bergkamm rechtsseitig lässt an eine alte liegende Inka Statue denken.

Weg-zur-Firstalm

Am Wegrand treffen wir immer wieder auf Kühe…

Kuehe_am_Weg

An der Unteren Firstalm angekommen, könnte man hier schon seinen Durst stillen und einen Happen zu sich nehmen. Wir sind weitergewandert und haben schließlich an der Oberen Firstalm das erste Mal rast gemacht. Hier steht übrigens eine Webcam, welche den Biergarten zeigt. Von der Unteren Firstalm sieht man die obere Firstalm so:
obere_Firstalm

Nach der Erfrischung geht’s ans Eingemachte. Denn nun wird der Weg richtig steil und könnte für die Kleineren unter uns schon sehr hart sein. Man beginnt auf der Weide hinter der Oberen Firstalm und nimmt den steilen Weg nach oben.
Weg-Brecherspitz
Auf dem ersten Hügel angelangt kann man die Aussicht schon sehr gut genießen, man sieht rechtsseitig den Spitzingsee und links kann man einen Teil des Tegernsees erblicken. Hier ist auch ein geeigneter Platz für eine zweite Rast, kurz bevor man den etwas anspruchsvolleren Pfad beschreitet.
Blick-Spitzingsee

Auf dem Pfad ist speziell für Kinder höchste Vorsicht geboten! Trittsicherheit und gutes Schuhwerk ist Pflicht. Manche Stellen sind nur durch ein Drahtseil gesichert, andem man sich entlanghangeln kann. Dieser Abschnitt ist jedoch nur kurz und nach ca. 20 Minuten hat man dann den Gipfel erreicht und genießt die weite Aussicht auf das wunderschöne bayerische Land.
Brecherspitz-Gipfelblick

Auf dem Gipfel treffen sich drei Wege. Wirklich gut bewanderbar ist jedoch nur der eine, auf dem wir hoch gewandert sind. Der Weg direkt zum Spitzingsee darf nur von bergauf bewandert werden. Ein Schild warnt mit Lebensgefahr vor einem Abstieg auf diesem Weg.

Nachdem wir nun etwas die Aussicht genossen hatten, sind wir den selben Weg bergab gewandert – noch etwas trinken auf der oberen Firstalm und dann wieder zum See zurück. Hier bietet es sich nun an, den anderen Weg um den See herum zu nehmen, denn dieser ist wirklich schön und auch nicht weiter.

Ich wünsche eine schöne Zeit beim Wandern!

Hier noch die Strecke zum Download:

Mrz 172013
 

Heute Sind wir sehr früh aufgestanden, da wir nach Wattens gebracht wurden, um von dort unsere Tour fortzusetzen. Wir begannen die Etappe im Dauerregen und kamen im Dauerregen auf der Hütte an. Wir hatten von Beginn an einen sehr steilen Aufstieg, zuerst über einen alten Kreuzweg der uns zu einer Strasse führte. Wir folgen der Straße ca. 10 km. Immer steil bergauf. Mal war der Regen stärker, mal war er schwächer. Unsere Ponchos hielten einen Großteil der Nässe von uns fern, jedoch durchweichten unsere Schuhe. Wir durchquerten ein militärisches Sperrgebiet, in dem man weder fotografieren, filmen oder zeichnen darf. Die Landschaft wurde zunehmend interessanter. Nach dem Lager Walchen (Militär) begaben wir uns auf den Zirbenweg. Dieser Weg ist von einem sehr alten Baumbestand gesäumt und macht den Eindruck einer Märchenlandschaft. Überall hingen lange Bartflechten von den Bäumen. Der Weg wurde steiler, aber eine Hütte war in Sicht, die wir zuerst für unser Ziel hielten. Es stellte sich heraus, dass es eine Hütte eines weiteren Militärbereiches war. Aber das Ziel war nicht fern. Zwischen Kühen und Schweinen fanden wir unseren Weg zur Lizumer Hütte, die schon recht eingeschneit war. Die nassen Füße wurden langsam kalt. Wir kamen nun an der Hütte an und wurden freundlich empfangen. Die Nassen Klamotten noch schnell in den Trockenraum gebracht, und ab in den warmen Gastraum.
Andi’s Fuß schmerzt noch, es geht aber besser als gedacht. Er wandert in einem weicheren Schuh.

Laut des Wirtes sollten wir evtl. einen weiteren Tag bleiben, da die Wetterbedingungen eine Wanderung zum Tuxer Joch sehr gefährlich machen. Er sprach von ca. 15 cm Schnee. Mal sehen. Es bleibt spannend…

Fotos und Videos kommen nach, wir sind gerade auf der Hütte und können keine großen Datenmengen senden.

 

So… nun das Video:

Mrz 172013
 

An den Tagen 5 bis 7 legten wir eine Pause ein, um Andi’s Fuß eine Regenerationsmöglichkeit zu bieten. Nach der Verletzung hielten die Schmerzen dauerhaft an. Wir nutzten die Zeit und wendeten unser Wissen in der Heilkunde an, was sich auch als außerordentlich nützlich herausstellte. Andreas hatte eine Ausbildung bei Egoscue und führte diverse Übungen durch, ich behandelte ihn physiotherapeutisch, mit Akupunktur und Salben. Es wurde besser. Jetzt mussten wir es einfach ausprobieren, sind dazu auf den Herzogstand gefahren und haben einen kleinen alpinen Spaziergang gemacht.

Das Video dazu seht Ihr hier:

Mrz 172013
 

Unausgeschlafen begannen wir den neuen Tag. Gefühlte 40° im Schlafraum mit Schnarchen in Stereo taten ihriges dazu. Der Weg begann an der Tutzinger Hütte und führte über die Glaswandscharte wieder zurück ins Tal. Die ersten Meter Aufstieg machten uns Mühe, wegen der durchgemachten Nacht. Wir konnten Steinböcke beobachten, die man ja sonst sehr selten sieht.Steinbock bei Tutzinger Hütte

Oberhalb der Tutzinger Hütte wurden wir durch einen sagenhaften Ausblick belohnt.

Ausblick von der Benediktenwand ausNun begann ein langer Abstieg ins Tal, in Richtung großer Laine. Andi machte sein Fuß zu schaffen, die Schmerzen wurden immer stärker und wir wussten nicht genau, wie weit es noch gehen würde. Nach einem langen Abstieg der sich den Hang hinunter schlängelte gelangen wir zu einer Forststraße. Dieser entschieden wir schließlich zu folgen, auch wenn das ca. 3km mehr an Weg bedeuten sollte. An einer Bank machten wir Rast und drehten einen Teil des Videos zum Thema grüne Power Drinks. Ausgeruht machten wir uns wieder auf. Blick auf dar Karwendelmassiv und die ZugspitzeDie Lainlalm liessen wir links liegen und folgten der großen Laine, einem wunderschönen Wildbach in Richtung Jachenau. Der Weg ab jetzt führte uns über schmal Pfade und hölzerne Brücken und war immer abwechslungsreich und interessant, aber nie wirklich anspruchsvoll. Diese Gegend ist für Familienausflüge sehr geeignet. Gegen 14 Uhr waren wir dann in Jachenau, und wollten mit dem bus wieder zum Auto in Bad Tölz gelangen, um den Nachmittag auszuruhen und Andi’s Fuß zu behandeln. Wir verpassten ihn um 2 Minuten. Im Schützenhaus haben wir dann einen leckeren aber völlig überteuerten Salat genießen können, um schließlich herauszufinden, dass der nächste Bus erst in 2 Stunden fahren sollte. Unser Handzeichen, dass signalisieren sollte dass wir gerne Trampen würden, ließ die Autofahrer unbeeindruckt. So verbrachten wir ca. 45 Minuten an der Straße und streckten unsere Daumen gen Himmel. Um 16 Uhr fuhren wir mit dem Bus nach Lenggries und von dort mit der Bahn nach Bad Tölz zum Auto. Zuhause angekommen ruhten wir uns aus und wollten am nächsten Tag gleich weiter, nämlich zum Karwendelhaus. Es kam dann aufgrund Andi’s Verletzung anders. Dazu mehr im nächsten Post!

 

Mrz 172013
 

Andreas Hofmann an der Isar bei Bad TölzHeute sind wir eindeutig zu spät los gewandert. Wir kamen in Bad Tölz erst um ca. 10 Uhr los. Es regnete. Wir wanderten an der Isar entlang, eine Autobahn im Vergleich zu manchen anderen Wegen. Rund 13 km wanderten wir bis zur Talstation der Brauneck Bergbahn. Vorbei an Kleinkairo, einem sehenswerten Kunstwerk an der Isar, vorbei an Arzbach, wo wir Kajakfahrer bei ihren Übungen beobachten konnten. Da die Beine und Füße vom vorherigen Tag noch schmerzten, gönnten wir uns die Gondelfahrt zum Brauneck hoch. Es stellte sich heraus, das dies ein sehr gute Idee sein sollte. Der Himmel sah bedrohlich aus, deshalb gingen wir relativ schnell. Die Zeitangabe von 3-4 Stunden vom Brauneckhaus bis zur Tutzinger Hütte konnten wir nicht einhalten. Wir entschieden uns wegen der kürzeren Wanderzeit den wesentlich anspruchsvolleren Weg über die Achselköpfe zu nehmen.

Andreas Hofmann am LatschenkopfBlick Walchensee BenediktenwandHier ist Ungeübten empfohlen, unterhalb die längere Route zu wählen. Die gewählte Route forderte alles. Die Hütte schien nahe zu sein, aber durch die viel verwinkelten und verschlungenen Wege trotzdem fast unerreichbar, denn die Beine und die Füße schmerzten heftig. Aber wir alle meisterten den Weg zur Tutzinger Hütte. Wir kamen gegen 20 Uhr an, die Küche wahr natürlich schon zu, was für uns ja kein Problem darstellte.

Wir empfanden die Atmosphäre eher als unangenehm. Davon hatten wir schon ein paar Wochen zuvor beim Karwendelhaus gehört, was dagegen sehr angenehm war. Wir sollten für den Löffel, den wir uns zum Umrühren unserer Speise liehen, zahlen. Die Ausstattung war sehr gut, im Schlafraum hatten wir gefühlte 40°C, was ein angenehmes Schlafen unmöglich machte. Nach einer wirklich sehr schlafarmen Nacht frühstückten wir und brachen zeitig zur nächsten Tour auf.

 

 

Hier das Video:

Mrz 172013
 

Sebastian auf der Tour nach Bad TölzSebastian Hehn

Wir gingen diese Etappe nach einer ausgeschlafenen Nacht zu Hause gemütlich an, wir hatten keinerlei Zeitdruck. Um ca. 9:30 Uhr machten wir uns auf. Es regnete, jedoch nach kurzer Zeit wurde es deutlich weniger, wir mussten aber ca. 10 km bei leichtem Dauerregen wandern. Die Tour verläuft fast den ganzen Tag nahe an der Isar. Unterwegs fanden wir etliche wilde Apfelbäume mit fast reifen Früchten, an denen wir uns bedienten. An der Tattenkofener Brücke schließlich, trafen wir Corinna, die uns ein paar Früchte brachte und neue Einlagen für die Schuhe. Wir machten ca. 45 Minuten Pause und starteten wieder durch. Endlich hörte der Regen auf, kurz nach Geretsried machten wir unser erstes Video.

Wir fanden eine riesige Menge an Tollkirschen und Himbeeren auf einem Fleck. Das war schon interessant – zwischen den giftigen Pflanzen die guten Himbeeren heraus zu pflücken. Der Weg verläuft überwiegend auf sehr gut begehbaren Strecken.
Nach Geretsried passierten wir den Malerwinkel, kamen durch ein nettes Stückchen Wald über eine Brücke, um dann einige Wiesen zu durchqueren. Überall Wildpflanzen wie Löwenzahn, Wegeriche, Brombeeren, Himbeeren in Hülle und Fülle.

Der Blick vom Malerwinkel Der Blick vom MalerwinkelAndreas-Hofmann im WaldAndreas Hofmann

Nach einiger Zeit auf guten Wegen kamen wir an ein langes Stück Schotterweg, mit tief aufgeschüttetem Isarkies. Das nimmt einem die Kraft. Kilometerweit stapft man durch dieses Geröll. Auch hier wieder interessante Pflanzen- und Tierwelt. Wir sahen viele kleine Kröten und Frösche über die Wege hüpften. Kurz nach dem Isar Längenschild 193 bogen wir rechts ab, um die Isar kurzzeitig zu verlassen und den Weg über die Höfe Lochen und Rimselrain fortzuführen. Die Füße, hier speziell die Ballen bei Sebastian und der Innenfuß bei Andreas fingen heftig an zu schmerzen. Die letzten Kilometer nach Bad Tölz waren landschaftlich sehr schön, da die Aussicht auf die schon fast erreichten Berge wunderschön war. Ein bedrohlich aussehendes Gewitter zog auf und es donnerte gewaltig. Wir dachten, dass wir gleich sehr nass werden würden, blieben jedoch glücklicherweise vollständig verschont. In Bad Tölz angekommen, trafen wir Corinna, mit der wir in’s Café Love gingen und einen leckeren Salat aßen. Dieser rundete den Abend ab und wir fuhren zufrieden und müde zurück nach Hause, um uns für den morgigen Tag, von Bad Tölz zur Tutzinger Hütte, zu regenerieren.

Sebastian Hehn und Andreas Hofmann am IsarstauseeSebastian Hehn und Andreas Hofmann am Isarstausee

 

 
Hier das lang ersehnte Video :)

Mrz 172013
 

Endlich war er da – der große Tag des Aufbruchs. Wir waren schon am Vorabend etwas aufgeregt, da wir uns mit Ludwig Graßler, dem Begründer des Traumpfades trafen.

Ludwig Graßler, Sebastian Hehn, Corinna Hehn, Andreas Hofmann

Am Morgen des 24.August standen wir um 6:00 Uhr auf, Frühstückten Banane mit einer Superfood-Mischung und ließen uns von Corinna zum Bahnhof Wolfratshausen fahren. Hier verpassten wir knapp die S-Bahn, kamen also ca. 20 Minuten später als geplant in München an. Über das Verabschiedungskomitee haben wir uns sehr gefreut – es wurde viel erzählt und gelacht, bis wir endlich um ca. 9:45 die Wanderung wirklich begannen.
Der Weg war einfach und überwiegend gerade, jedoch wirkte sich nach einiger Zeit die ungewohnte Länge (32 km) deutlich auf unsere Muskulatur aus. Nach ca. 20km kamen die ersten Wehwehchen, alle jedoch aushaltbar.

Von München an der Isar entlang, bei Pullach und Grünwald vorbei, vorbei am Tierpark und den schönen Isarstränden erreichten wir schließlich Kloster Schäftlarn, bei dem sich der Weg dann änderte. Einer Allee gefolgt gelangten wir zu einer großen Fischzucht und schließlich zum Ickinger Wehr. Von dort aus waren es nur noch wenige Kilometer bis zu unser Unterkunft – daheim :)

Was wir gegessen haben beschränkte sich auf ein paar Bananen und Äpfel, je ein lifefood Lifebar, einen Mix aus Chia Samen und Superfoods, die Wildpflanzen und Früchte am Wegesrand, sowie genug zu trinken.
Das versorgte uns den ganzen Tag mit ausreichend Energie :)

Wir können nicht jeden Tag bloggen, da nicht überall in den Alpen Internet verfügbar ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier das lang erwartete Video:

Dez 062012
 

Vom Walchensee zum Herzogenstand
Das bayrische Voralpenland ist ein wahres Traumziel für Wanderer. Malerische Ortschaften inmitten grüner Weiden, faszinierende Gebirgsformationen und immer wieder romantisch anmutende Seen. Die Region um den Walchensee hat ihren ganz besonderen Reiz. Kilometerlange Wanderwege jeden Schwierigkeitsgrades garantieren ein Naturerlebnis pur. Wer hier einen Wanderurlaub plant, findet vergünstigte HRS-Hotelangebote mit dem Gutscheinpony.

Unberührte Natur am Walchensee
Mit seinem beeindruckend klarem Wasser und den angrenzenden Bergen ist der Walchensee einer der schönsten Seen in Bayern. Ein Rundwanderweg führt am Ufer entlang und bietet immer wieder wunderschöne Aussichtspunkte. So ist es kein Wunder, dass die Romantik dieser Landschaft schon Märchenkönig Ludwig II. ins Schwärmen brachte.

Auf dem Steig zum Herzogenstand
Wer sich aufmacht zum Gipfel des Herzogenstandes, wird mit einer atemberaubenden Aussicht belohnt. Der Blick auf das Karwendelgebirge entschädigt für so manche Anstrengung beim Aufstieg. Dabei sind die Wanderrouten zum Gipfel je nach Schwierigkeitsgrad und Länge verschieden.
Der kürzeste Aufstieg startet von der Talstation im Ort Walchensee. Der Aufstieg dauert etwa 2,5 Stunden und geht hinauf zum Gipfel auf 1730 m. Teilweise ist der Weg hier mit Drahtseilen gesichert. Wer sich stärken möchte, kann dies bei der Einkehr im Gasthaus nach Herzenslust tun. Vom Gipfel des Herzogenstandes reicht der Blick über den Walchensee bis hin zu den Tiroler Bergen in Österreich.

Eine Rundtour für Geübte
Für fortgeschrittene Wanderer ist die Rundtour vom Herzogenstand zum Heimgarten in etwa 6 bis 8 Stunden zu schaffen. Diese Route eignet sich jedoch nur für Geübte, da sie streckenweise über Grate führt und anspruchsvoll ist. Wer den Blick auch ohne Anstrengung genießen möchte, der nimmt die Herzogenstandbahn hinauf zum Gasthaus. Bei einer guten Jause die frische Bergluft atmen und das einzigartige Bergpanorama auf sich wirken lassen.

Über die Alm zum Gipfel
Eine bequeme Wanderung führt von der Kesselberghöhe zum Herzogenstand. Über Waldwege, an Wiesen vorbei bis hin zu einer bewirtschafteten Alm, kann man für den Hin- und Rückweg etwa 12 km einplanen. Ein Wanderweg mit herrlichen Ausblicken auf die Täler.

Der Walchensee mit seiner Bergwelt bietet einen sanften Tourismus im Einklang mit der Natur. Wer wilde Schönheit sucht, wird sie hier finden.

Dieser Beitrag wird bereitgestellt von Gutscheinpony.de

 

Anmerkung von Sebastian Hehn:

Hier ein Link zu einer Walchensee Webcam

Aug 192012
 

Die Brunnsteinhütte ist ein beliebtes Ausflugsziel zwischen Mittenwald und Scharnitz. Sie ist einfach zu erreichen und man wird durch einen tollen Ausblick belohnt! Da diese relativ kurze Tour extra als Kindergeeignet ausgewiesen ist, haben wir sie uns gleich vorgenommen. Fährt man von Mittenwald aus in Richtung Scharnitz, kommt man zu einem kleinen Parkplatz auf der rechten Seite, der extra für Besucher der Brunnsteinhütte gedacht ist. Dort haben wir geparkt: (N 47°24.511′ E 11°15.553′).

Nach Überquerung der viel befahrenen Hauptstraße geht es auf einem breiten Schotterweg in Richtung Brunnsteinhütte (Zeitangabe 2:00 Std.)
Wegweiser-Brunnsteinhuette

Der Weg geht an Wiesen vorbei und die Steigung nimmt schnell zu. Es wird nun richtig Steil, der Schotter wird grober aber der Weg bleibt breit und gut begehbar.
Weg-zur-Brunnsteinhuette

Insgesamt sind rund 540 Höhenmeter zu bewältigen. Nach einiger Zeit gelangten wir dann zu einer Weggabelung, die sehr nahe an der Sulzeklamm-Hängebrücke liegt. Diese sollte man unbedingt ansehen und ausprobieren.
Wegweiser
Sulzeklamm
Sulzeklamm-Schild
Sebastian-Hehn-Sulzeklamm

Der Weg schlängelt sich von nun ab von rechts nach links und umgekehrt. Ein Pilzgeruch liegt in der Luft und große Pilze säumen den immer steiniger werdenden Weg.
Die Ausblicke werden schöner und immer mehr der Schönheit des Karwendel kommt zum Vorschein.
Karwendelblick
An der Brunnsteinhütte (N 47°24.816′ E 11°16.720′) angelangt gibt es genügend Erfrischungen und Speisen die man bei genialer Aussicht genißen kann.
Brunnsteinhuette-von-unten
Blick-von-Brunnstein
Blick-vom-Brunnstein-4
Blick-vom-Brunnstein-3
Blick-vom-Brunnstein-2

Der Abstieg erfolg auf gleichem Weg wie der Aufstieg, er dauert in etwa 1:15 Std.

Interessant zu wissen ist, dass die Hütte eine Selbstversorgerhütte ist – der Strom wird komplett über Photovoltaik erzeugt, ein Pflanzenölmotor unterstützt dies bei Bedarf. Für die kleinen Wanderer ist ein Spielplatz und ein Streichelzoo eingerichtet.

Hier die Strecke bei GPSies:

Download hier:
GPSies - Wanderung zur Brunnsteinhütte

 

Meine Buchtipps zum Thema: