Aug 172012
 
Alte Arbeitsschuhe vor weißen Hintergrund

Wer kennt es nicht, da ist man auf eine Hütte gewandert, und darf mit seinen Wanderschuhen nicht rein. Das ist ja prinzipiell auch gut so. Nun ist man aber gezwungen, entweder barfuß zu gehen oder sich aus einem evtl. vorhandenen Schuharsenal ein paar Fußpilzschleudern unter die Füße zu schnallen. Fußpilz allein wäre ja nicht schlimm, auch andere Viren, die Warzen auslösen können, werden so übertragen.

Abhilfe schafft hier der günstige und leichte Zehentrenner von Betula. Den packt man sich einfach in den Rucksack und merkt das Gewicht gar nicht. Er ist natürlich auch als Badelatschen geeignet, da er aus Kunststoff ist. Das eingegossene Fußbett schmeichelt angestrengten Füßen.

Gibt’s bei Amazon, ist schnell bestellt und schnell daheim :)

 

Aug 082012
 

Heute berichte ich über eine Wanderung vom 3. und 4. August 2012. Das Ziel der Wanderung ist der höchste Punkt im Karwendel, die Birkkarspitze mit 2756 m Höhe. Umgeben von traumhaften Tälern und Bergketten ragt der Gipfel neben der Ödkarspitze hoch in den Himmel. Zu Fuß ist diese Tour eher für 2 Tage anzusetzen, da der Weg zum Karwendelhaus, von wo aus die Besteigung der Birkkarspitze erfolgt, sehr lange ist (13,5 km auf Fußweg, 16 km Forststraße von Hinterriss aus). Man kann auch gut von Scharnitz aus zum Karwendelhaus gelangen, allerdings ist auch hier der Weg sehr lange, und mit dem Mountainbike super erreichbar.

Die Ausrüstung Bestand aus folgenden Materialien:

Die Tour erfordert einiges an Kondition und ist m.E. nicht für kleine Kinder geeignet. Ausgangspunkt ist Parkplatz 2 bei Hinterriss.

Wegweiser im Karwendel

Vom Parkplatz aus überqueren wir die Straße und kommen zu einem Forstweg , auf dem wir uns links halten. Dem Weg ca. 1,5 km gefolgt finden wir eine Wegabzweigung die ins Johannestal und zum Karwendelhaus führt. Wir können uns hier entscheiden, ob wir lieber die breite Forststraße entlanggehen oder näher am Bach entlang wandern wollen.

Gebirgsbach zum Johannestal

Wasser im Johannestal

Nach einiger Zeit fanden wir auf dem Weg diesen kleinen gefiederten Freund, der sich direkt auf der Mountainbike Spur befand, und dort weg sollte:

Ein netter Vogel

Hochalmsattel

In beiden Fällen kommen wir schließlich zum kleinen Ahornboden. Von hier aus kommen wir über den Hochalmsattel zum Karwendelhaus (47° 25′ 37″ N, 11° 25′ 18″ O), in dem wir übernachteten. Die Unterbringung ist gut und die Küche einwandfrei. Für DAV Mitglieder kostet die Übernachtung im Lager 10€. Es lohnt sich also auch aus diesem Grund, Vereinsmitglied zu werden. 
Um 5:15 klingelt der Wecker (oder es piepst das Handy) – aufstehen, schnell was essen und los geht’s zur Birkkarspitze.

Ein kleiner Pfad bringt uns zum ersten kurzen Klettersteig, gesichert mit einem Stahlseil. Nach den ersten paar Metern saß auf dem Weg ein junger Alpensalamander, dieser wartete darauf, sich in der aufgehenden Sonne zu wärmen. Ich setzte ihn auf die Seite,  sonst wäre er sicherlich vom Ansturm der München-Venedig Wanderer zertreten worden.
Alpensalamander

Nun gelangt man auf einem schmalen Pfad durch Latschenkiefern zu einem großen Geröllfeld, dem Schlauchkar.
Der lange Weg durchs Schlauchkar

Dieses wird mit der Zeit immer steiler und somit auch anstrengender zu erklimmen. Auf halber Höhe zogen dunkle Wolken auf, die uns unsicher machten, ob wir weiter aufsteigen sollten oder lieber gleich absteigen. Wir entschieden uns weiter zu gehen. Kurz vor dem Gipfel findet man geschützt liegend, die Birkkarhütte vor, in der man kurzzeitig sein schweres Gepäck abstellen kann, um auf die Spitze zu klettern (ca. 15 min.). Auch hier ist keine große Klettererfahrung notwendig, jedoch sollte man unbedingt trittsicher und schwindelfrei sein.
Aufstieg zur Birkkarspitze

An dieser Stelle trifft man auf viele “Traumpfad München-Venedig” Wanderer, die dann über die Scharte auf der anderen Seite absteigen und zum Hallerangerhaus weiter marschieren. Nachdem wir den Gipfel bestiegen hatten und uns ins Gipfelbuch eingetragen hatten, folgte das obligatorische Gipfelkreuz Bild und wir machten uns an den Abstieg.
Gipfelkreuz Birkkarspitze

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Blick von der Birkkarspitze
Die Wolken lichteten sich nun und die Aussicht wurde besser. Der Abstieg war lange und anstrengend, dass uns die Fusssohlen brannten. Wieder am Karwendelhaus angelangt, ruhten wir kurz die Beine aus und gingen gut gelaunt weiter in Richtung Auto / Hinterriss. Da uns die Füße weh taten vom Geröllfeld, wählten wir die Forststraße, die jedoch etwas weiter von der Strecke ist. (16km).
Hochalmsattel
Der Weg kam uns endlos vor, die Straße schlängelte sich den Berg hinab, von der einen Talseite zur anderen und zurück. Den Weg säumten immer wieder leckere Walderdbeeren, die wir nicht verschmähten. So einen Geschmack findet man in keinem Geschäft wieder! Nach einiger Zeit kamen wir wieder am kleinen Ahornboden an, diesmal von anderer Seite. Nun wieder am Denkmal von Hermann von Barth vorbei, Hinterriss nun 3,5 Stunden entfernt. Entlang am Johannisbach gingen wir weiter durchs Johannistal, bis uns plötzlich ein heftiges Gewitter überraschte. Wir wählten den Pfad durch den Wald – besser vom Baum, als vom Blitz erschlagen :) Meine neue Mammut-Jacke hatte den Test bestanden – sie ist wirklich absolut wasserdicht und ich bin sehr zufrieden! Die Hose von Patagonia war zwar durchnässt, trocknete aber erstaunlich schnell. Ca. eine Stunde vor der Ankunft am Auto endete der Regen. In dieser Stunde wurde die Hose fast komplett trocken. Wir hatten nun über 20km Abstieg hinter uns und waren froh, endlich wieder am Auto zu sein. Auch die Wanderstöcke leisteten vorbildliche Arbeit! Die Tour war wirklich sehr schön, Ungeübte sollten sich jedoch überlegen, sie auf 3 Tage anzusetzen, wenn sie ausschließlich zu Fuß begangen werden soll. Mit dem Fahrrad ist das natürlich viel einfacher, da der Abstieg fast komplett gerollt werden kann.
Eine weitere tolle Tourenbeschreibung, für diejenigen unter euch, die sich gleich aufmachen wollen, findet ihr im Bergzeit Magazin. In diesem Artikel findet ihr auch weitere Angaben zum Berg selbst und viele Tipps, die einem den Aufstieg erleichtern.


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Jul 172012
 

Mit diesem ersten Artikel möchte ich diesen neuen Blog eröffnen. Es handelt sich um einen Artikel über eine Wanderung von der Jachenau zur Staffelalm. Es ist eine schöne Strecke, die sicherlich auch für Kinder geeignet ist, sofern man über die richtige Ausrüstung verfügt. Vor allem zu Beginn ist der Weg einfach und gut ausgebaut. Ich bin diese Strecke vor allem gewandert, um meine neuen Ausrüstungsteile zu testen.

Die Ausrüstung besteht aus folgenden Teilen:

Meindl Bergschuhe im RangerTravel Onlineshop kaufen.

Man parkt am besten auf dem hintersten Parkplat in Jachenau, beim Schützenhaus (N 47°36.376′ E 11°25.949′).
Wegweiser Rabenkopf

Von dort aus geht es über eine kleine Brücke auf einen schön im Wald liegenden Pfad, der sich oberhalb der großen Laine den Hang entlang schlängelt. Man wandert durch einen Mischwald bis man schließlich auf eine Forststraße kommt, hier hält man sich rechts bis man schließlich wieder nach dem Überqueren einer Weide in den Wald hinein geht. An dieser Stelle steht zur Linken eine tolle Holzschnitzerei, die ein Foto wert ist!
Waldknurz

Nun kommt man in einen dunkleren Abschnitt des Waldes, viele Steine liegen an den Wegseiten – wenn man durch das Gatter gekommen ist, findet man an beiden Wegseiten riesige Mengen an Sauerklee, der sich prima als kleiner Snack eignet. Nun lichtet sich der Wald bald wieder und man überquert auf’s neue die große Laine an einer längeren Brücke.
Brücke über die große Laine

Nun folgt man dem Weg bis auf eine Forststraße die man bis zur nächsten Brücke weiterwandert, an dieser Brücke kann man sich entscheiden über die Rappinschlucht zur Staffelalm zu kommen oder außen herum. Ich bin durch die Schlucht gegangen, die auch wirklich gut begehbar ist, Kinder hier bitte an die Reepschnur nehmen. Würde man gerade aus weiter wandern, trifft man auf eine kleine Alm und einen sehenswerten Wasserfall. Der Weg durch die Schlucht ist schmal und die Aussicht mittelmäßig bis spektakulär – wenn man den Blick nach unten schweifen lässt. Hier ist auch auf die Warnung zu achten, dass dieser Weg am besten nur von schwindelfreien Personen begangen wird.

Brücke zur Rappinschlucht

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Weg durch die Rappinschlucht

Auf meiner Tour fing es schließlich zu regnen an, wodurch ich gleich einen Grund hatte den Regenüberzug in meinem neuen Deuter Aircontact Rucksack zu testen. Er ist gut zu erreichen, mit einer Schnur unten im Fach fixiert und passt perfekt über den kompletten Rucksack. Darunter ist alles trocken geblieben. Hat man die Schlucht passiert kommt man an eine Weggabelung, an der man sich entscheiden kann, zur Rappinalm weiter zu wandern bzw. zur Staffelalm und zum Rabenkopf. Hier erfolgt ein wenig spektakulärer Aufstieg durch den Wald, die Wege sind relativ schlecht, da von Wasserläufen ausgewaschen und recht matschig. Das hat sich recht lange hingezogen und hier war mir mein Trinkpack im Rucksack gerade recht. Sonst bin ich ausschließlich mit Flasche gewandert, doch nun wollte ich mal so ein Hydrationssystem nutzen. Die erste Benutzung des Deuter Streamer Hydration System ist eher unangenehm, da ein stetiger Gummigeschmack beim Wassertrinken mit in den Mund gelangt. Man hat mir zwar gesagt, dass es Geschmacksneutral sein würde – ist es jedoch nicht; zumindest noch nicht. Ich werde weiter darüber berichten. Das Handling ist gut, zum trinken beisst man auf den Gummiverschluss und saugt gleichzeitig daran. Hier muss ich bemängeln, dass die Plastikverschlusskappe relativ schwer nur abgeht. Nach einer kurzen Pause auf einsamer Strecke erreichte ich ca. eine halbe Stunde später die Staffelalm (N 47°38.739′ E 11°24.901′). Hier hat man einen sehr schönen Ausblick auf die umliegenden berge und kann weiter zum Rabenkopf bzw. zum Jochberg und zum Walchensee. Ich bin die selbe Strecke wieder zurück gegangen, da starker Regen einsetzte.
Wegweiser Staffelalm

Zu der Ausrüstung folgen in kürze genauere Tests per Video.

 

 

Hier der Link zur Strecke:

GPSies - Jachenau - Staffelalm

Ich wünsche viel Freude beim Wandern!