Okt 202013
 

An einem der letzten schönen Herbstwochenenden machten wir uns auf in Richtung Mittenwald, um den Hohen Kranzberg (1391 m) zu besteigen (oder zu befahren) und die kleinen, jedoch wunderschönen Albenseen (nämlich den Ferchensee und den Lautersee) zu umwandern. Wir hatten eine Rundtour vor, die vor allem auch unserem 5jährigen Sohn Spaß machen würde. Von Mittenwald aus kann man mit einem Sessellift zur Bergstation, nahe des Berggasthofes St. Anton fahren, was natürlich für die Kleinen immer ein Highlight ist. Für den gesamten Weg muss man rund 4 Stunden veranschlagen, es sind ca. 12 km.
Nachdem wir vergeblich nach einem Parkplatz gesucht hatten, parkten wir an einem Hotel in der Nähe. Gleich gegenüber findet man folgende Wanderkarte vor, auf der man sich schon mal über das Gebiet informieren kann:

Karte-Kranzberg

Von hier aus waren es ca. 15 Minuten zur Talstation der Kranzbergbahn. Unterhalb der Sessellifte ist ein einfacher Weg in Richtung Gipfel. Der Weg ist so einfach, dass wirklich auch kleine Kinder und ältere Menschen ihn einfach bewandern können.
Mittenwald

Mittenwald-2

Kranzberg-Lift

Sessellift-Kranzberg

Blick-Lift

Der Wanderweg schlängelt sich parallel und unter der Seilbahnlinie nach oben. An der Bergstation ausgestiegen hat man schon einen tollen Ausblick:

Kranzberg-Bergstation

Eine Webcam zeigt aktuelle Bilder von hier oben.

Ein paar Minuten von hier ist man schon beim Berggasthof St. Anton:

St-Anton-Kranzberg

Karwendelblick-KB

Aussicht2

Hier oben kann man in den verschiedensten Richtungen wunderbare Blicke erhaschen. Auf dem Bild hier blickt man in Richtung Wallgau – zu erkennen ist Das Heimgarten – Herzogstand Massiv und die umliegenden Berge. Die sieht man dann schließlich vom Gipfel noch einmal besser. Vom Berggasthof St. Anton ist man schnell beim Kranzberghaus.

Kranzberghaus

Die Lage des Kranzberghauses ist sehr schön, jedoch ist die Bewirtung für Vegetarier etwas unflexibel. So konnten keine Pommes ohne Currywurst bestellt werden. Wer jedoch gerne auf Tierleichen verzichtet, verzichtet dann halt auf’s ganze Essen. Wo anders gibt’s ja auch was. Und Pommes sind eh nicht gesund. Mein Tipp hier ist eindeutig: Wo anders essen oder eigenes Essen mitbringen (Achtung: Mitgebrachtes darf hier auch nicht verzehrt werden!)
Ein Abstecher auf den Gipfel lohnt sich, keine 3 Minuten ist er entfernt und lockt mit herrlichen Sonnenstühlen die einem die gigantische Aussicht entspannt genießen lassen!

Über den Dächern von Mittenwald

Von hier aus ging der Weg weiter über einen breiten Schotterweg, erst über eine Hochebene und dann wieder bergab in Richtung Ferchensee.
Wegweiser-4

Karwendelblick2

Obwohl hier von der Stadt Mittenwald das Radfahren verboten ist, lädt der Weg dazu ein, und viele gehen auch dieser Versuchung nach, denn die Wege sind gut befahrbar. Wir störten uns nicht daran. Da vom letzten Schnee (ja, Mitte Oktober fiel hier bis nach München Schnee) noch einiges übrig war, konnten zwischenzeitliche Schneeballschlachten für zusätzliche Freude sorgen.
Nach ca. einer Stunde kommt man am Ferchensee an, bei dem man auch einkehren könnte. Die Bewirtung ist jedoch nur bis 16:00 Uhr.
Ferchensee-1

Ferchensee-2

Rund um den Ferchensee geht ein Weg, der gut begehbar ist. Von hier aus sind es ca. 30 Minuten zum Lautersee und eine Stunde nach Mittenwald. Die beiden Seen werden durch eine kleine, bewaldete Kuppe voneinander getrennt. Mit dem Auto darf man hier nicht anfahren, jedoch kommt man per Bus hier her.
Hier ein kleiner Einblick in die Gegend zwischen Ferchensee und Lautersee:
Schneewald-Pano

Schneewiese

Am Lautersee angekommen findet man wieder mehrere Gaststätten vor. Zur Rechten ein Fischlokal und zur Linken ein Strandbad mit Bistro. Aber auch hier nur Küche bis 16:00 Uhr!
Lautersee-Pano

Vom Strandbad aus hat man einen schönen Blick über den See:

Lautersee

Auf dem Weg nach Mittenwald zurück zum Auto (der Weg führt genau zur Talstation zurück).

Lautersee-Plateau

Walderlebnispfad

Hier kann man auch verschiedenste Vögel beobachten:

Singvoegel

Der Walderlebnispfad bietet so einiges. So sind hier die verschiedensten Gesteinssorten ausgestellt und schön arrangiert.

Steingarten

 

Hier findet man nochmal die gesamten Bilder der Wanderung auf Flickr

 

Den GPS Track gibt’s bald!

Viel Spaß beim Wandern!

Aug 152013
 

Heute möchte ich eine schöne und zugleich familiengerechte Tour vorstellen, die es jedoch ganz schön in sich hat. Vor allem der ungeübte kann mit dieser zuerst einfach erscheinenden Tour an seine Grenzen kommen. Wir starten auf dem hinteren Parkplatz am schönen Spitzingsee ( N 47°39.701′ E 11°53.212′ ). Man hat eine Reihe Parkplätze zur Verfügung, auf den meisten werden bezahlbare Parkgebühren fällig. Der Spitzingsee ist meist nicht überlaufen und man sollte kein Problem haben einen Parkplatz zu finden.Nun gehen wir auf einem ebenen Weg am See entlang, den wir zu unserer Linken halten. Hier kann man schon das Ziel sehen – den Brecherspitz, auf 1683m.

Brecherspitz

Der Weg mündet in eine feuchte Moorlandschaft und geht auf einen geteerten Weg über, links ist ein Tagungshotel, wir bleiben auf dem geteerten Weg, der nach oben führt. Zu unserer Rechten ist der Spitzingsattel und der Brecherspitz. Diesem Weg folgen wir eine halbe Stunde bis 45 Minuten, je nach Kondition und Kinderlust :)
Bald schon geht die Straße in einen geschotterten Weg über und wir kommen der unteren Firstalm näher. Links und rechts sind Weiden mit Kühen. Das habe ich auf den folgenden Bildern festgehalten.
Untere-Firstalm

Dreht man sich hier um, kann man ein wunderschönes Panorama genießen. Der Bergkamm rechtsseitig lässt an eine alte liegende Inka Statue denken.

Weg-zur-Firstalm

Am Wegrand treffen wir immer wieder auf Kühe…

Kuehe_am_Weg

An der Unteren Firstalm angekommen, könnte man hier schon seinen Durst stillen und einen Happen zu sich nehmen. Wir sind weitergewandert und haben schließlich an der Oberen Firstalm das erste Mal rast gemacht. Hier steht übrigens eine Webcam, welche den Biergarten zeigt. Von der Unteren Firstalm sieht man die obere Firstalm so:
obere_Firstalm

Nach der Erfrischung geht’s ans Eingemachte. Denn nun wird der Weg richtig steil und könnte für die Kleineren unter uns schon sehr hart sein. Man beginnt auf der Weide hinter der Oberen Firstalm und nimmt den steilen Weg nach oben.
Weg-Brecherspitz
Auf dem ersten Hügel angelangt kann man die Aussicht schon sehr gut genießen, man sieht rechtsseitig den Spitzingsee und links kann man einen Teil des Tegernsees erblicken. Hier ist auch ein geeigneter Platz für eine zweite Rast, kurz bevor man den etwas anspruchsvolleren Pfad beschreitet.
Blick-Spitzingsee

Auf dem Pfad ist speziell für Kinder höchste Vorsicht geboten! Trittsicherheit und gutes Schuhwerk ist Pflicht. Manche Stellen sind nur durch ein Drahtseil gesichert, andem man sich entlanghangeln kann. Dieser Abschnitt ist jedoch nur kurz und nach ca. 20 Minuten hat man dann den Gipfel erreicht und genießt die weite Aussicht auf das wunderschöne bayerische Land.
Brecherspitz-Gipfelblick

Auf dem Gipfel treffen sich drei Wege. Wirklich gut bewanderbar ist jedoch nur der eine, auf dem wir hoch gewandert sind. Der Weg direkt zum Spitzingsee darf nur von bergauf bewandert werden. Ein Schild warnt mit Lebensgefahr vor einem Abstieg auf diesem Weg.

Nachdem wir nun etwas die Aussicht genossen hatten, sind wir den selben Weg bergab gewandert – noch etwas trinken auf der oberen Firstalm und dann wieder zum See zurück. Hier bietet es sich nun an, den anderen Weg um den See herum zu nehmen, denn dieser ist wirklich schön und auch nicht weiter.

Ich wünsche eine schöne Zeit beim Wandern!

Hier noch die Strecke zum Download:

Dez 062012
 

Vom Walchensee zum Herzogenstand
Das bayrische Voralpenland ist ein wahres Traumziel für Wanderer. Malerische Ortschaften inmitten grüner Weiden, faszinierende Gebirgsformationen und immer wieder romantisch anmutende Seen. Die Region um den Walchensee hat ihren ganz besonderen Reiz. Kilometerlange Wanderwege jeden Schwierigkeitsgrades garantieren ein Naturerlebnis pur. Wer hier einen Wanderurlaub plant, findet vergünstigte HRS-Hotelangebote mit dem Gutscheinpony.

Unberührte Natur am Walchensee
Mit seinem beeindruckend klarem Wasser und den angrenzenden Bergen ist der Walchensee einer der schönsten Seen in Bayern. Ein Rundwanderweg führt am Ufer entlang und bietet immer wieder wunderschöne Aussichtspunkte. So ist es kein Wunder, dass die Romantik dieser Landschaft schon Märchenkönig Ludwig II. ins Schwärmen brachte.

Auf dem Steig zum Herzogenstand
Wer sich aufmacht zum Gipfel des Herzogenstandes, wird mit einer atemberaubenden Aussicht belohnt. Der Blick auf das Karwendelgebirge entschädigt für so manche Anstrengung beim Aufstieg. Dabei sind die Wanderrouten zum Gipfel je nach Schwierigkeitsgrad und Länge verschieden.
Der kürzeste Aufstieg startet von der Talstation im Ort Walchensee. Der Aufstieg dauert etwa 2,5 Stunden und geht hinauf zum Gipfel auf 1730 m. Teilweise ist der Weg hier mit Drahtseilen gesichert. Wer sich stärken möchte, kann dies bei der Einkehr im Gasthaus nach Herzenslust tun. Vom Gipfel des Herzogenstandes reicht der Blick über den Walchensee bis hin zu den Tiroler Bergen in Österreich.

Eine Rundtour für Geübte
Für fortgeschrittene Wanderer ist die Rundtour vom Herzogenstand zum Heimgarten in etwa 6 bis 8 Stunden zu schaffen. Diese Route eignet sich jedoch nur für Geübte, da sie streckenweise über Grate führt und anspruchsvoll ist. Wer den Blick auch ohne Anstrengung genießen möchte, der nimmt die Herzogenstandbahn hinauf zum Gasthaus. Bei einer guten Jause die frische Bergluft atmen und das einzigartige Bergpanorama auf sich wirken lassen.

Über die Alm zum Gipfel
Eine bequeme Wanderung führt von der Kesselberghöhe zum Herzogenstand. Über Waldwege, an Wiesen vorbei bis hin zu einer bewirtschafteten Alm, kann man für den Hin- und Rückweg etwa 12 km einplanen. Ein Wanderweg mit herrlichen Ausblicken auf die Täler.

Der Walchensee mit seiner Bergwelt bietet einen sanften Tourismus im Einklang mit der Natur. Wer wilde Schönheit sucht, wird sie hier finden.

Dieser Beitrag wird bereitgestellt von Gutscheinpony.de

 

Anmerkung von Sebastian Hehn:

Hier ein Link zu einer Walchensee Webcam

Aug 192012
 

Die Brunnsteinhütte ist ein beliebtes Ausflugsziel zwischen Mittenwald und Scharnitz. Sie ist einfach zu erreichen und man wird durch einen tollen Ausblick belohnt! Da diese relativ kurze Tour extra als Kindergeeignet ausgewiesen ist, haben wir sie uns gleich vorgenommen. Fährt man von Mittenwald aus in Richtung Scharnitz, kommt man zu einem kleinen Parkplatz auf der rechten Seite, der extra für Besucher der Brunnsteinhütte gedacht ist. Dort haben wir geparkt: (N 47°24.511′ E 11°15.553′).

Nach Überquerung der viel befahrenen Hauptstraße geht es auf einem breiten Schotterweg in Richtung Brunnsteinhütte (Zeitangabe 2:00 Std.)
Wegweiser-Brunnsteinhuette

Der Weg geht an Wiesen vorbei und die Steigung nimmt schnell zu. Es wird nun richtig Steil, der Schotter wird grober aber der Weg bleibt breit und gut begehbar.
Weg-zur-Brunnsteinhuette

Insgesamt sind rund 540 Höhenmeter zu bewältigen. Nach einiger Zeit gelangten wir dann zu einer Weggabelung, die sehr nahe an der Sulzeklamm-Hängebrücke liegt. Diese sollte man unbedingt ansehen und ausprobieren.
Wegweiser
Sulzeklamm
Sulzeklamm-Schild
Sebastian-Hehn-Sulzeklamm

Der Weg schlängelt sich von nun ab von rechts nach links und umgekehrt. Ein Pilzgeruch liegt in der Luft und große Pilze säumen den immer steiniger werdenden Weg.
Die Ausblicke werden schöner und immer mehr der Schönheit des Karwendel kommt zum Vorschein.
Karwendelblick
An der Brunnsteinhütte (N 47°24.816′ E 11°16.720′) angelangt gibt es genügend Erfrischungen und Speisen die man bei genialer Aussicht genißen kann.
Brunnsteinhuette-von-unten
Blick-von-Brunnstein
Blick-vom-Brunnstein-4
Blick-vom-Brunnstein-3
Blick-vom-Brunnstein-2

Der Abstieg erfolg auf gleichem Weg wie der Aufstieg, er dauert in etwa 1:15 Std.

Interessant zu wissen ist, dass die Hütte eine Selbstversorgerhütte ist – der Strom wird komplett über Photovoltaik erzeugt, ein Pflanzenölmotor unterstützt dies bei Bedarf. Für die kleinen Wanderer ist ein Spielplatz und ein Streichelzoo eingerichtet.

Hier die Strecke bei GPSies:

Download hier:
GPSies - Wanderung zur Brunnsteinhütte

 

Meine Buchtipps zum Thema:

 

 

Aug 172012
 

Eine Tour für die ganze Familie – so sind wir jedenfalls am Samstag den 11.08.12 in Richtung Walchensee gefahren (Hier ist die Ortschaft Walchensee gemeint). Geparkt wurde am Parkplatz gegenüber vom Wikingerdorf (Auto 3€). Von hier aus dann ein kurzes Stück der Straße entlang Richung Herzogstand und wieder links ab. Hier weist ein Schild die Richtung zum Heimgarten. Ein paar Hundert Meter auf einer geteerten Straße am Bach entlang und schon wird’s steil.

Wegweiser-Heimgarten
Nach einer ersten Steigung finden wir dieses Hinweis Schild vor, die Zeitangabe von 4,5 Std. in Richtung Herzogstand ist etwas kurios. Nach ca. 2 Stunden Aufstieg finden wir ein weiteres Schild mit einer Zeitangabe von 4 Stunden zum Herzogstand. Da konnte wohl jemand nicht rechnen, oder ?

Jetzt wurde der Weg zum Waldweg, wie auf folgenden Bild zu ersehen:
Waldweg-Heimgarten

Nach und nach stiegen wir schließlich in steilen Serpentinen den Berg hinauf. Der Aufstieg ist nicht schwer – es sei denn, man trägt ein 4 jähriges Kind – wie es bei uns der Fall war, zumindest teilweise. Nach ca. 600 Höhenmeter Aufstieg haben wir eine tolle Aussicht auf den Grat zwischen dem Heimgarten und dem Herzogstand. Dies ist ein alter Klassiker unter den Wanderungen, die ich mit meinen Eltern schon vor über 20 Jahren gemacht habe.

Grat-zum-Herzogstand
Nach einer kurzen Talsenke geht es durch eine Kuhweide wieder steil nach oben – nun trägt man wirklich schwer mit 20 kg Kind auf den Schultern und einem knapp 10kg schweren Rucksack. Kurve für Kurve steigt man nach oben, nochmals ca. 350m. Die Bäume lichten sich langsam – und der Weg wird karger – ist aber jederzeit immer einfach begehbar. Kürzlich wurde der Weg erneuert.
Freundliche-Kuh
Blick-Walchensee
Oben an der Heimgartenhütte angelangt wartet dann auf den Wanderer ein deftiger Kaiserschmarrn. Jedoch sollte man nicht zu spät oben ankommen – der ist recht früh aus. Ich hatte den Kaiserschmarrn vor über 20 Jahren dort gegessen, diesmal keinen.
Belohnt wird man nicht nur durch die kulinarischen Vergnügen, sondern auch durch optische Reize erster Klasse – die Aussicht ist gigantisch!

Blick-vom-Heimgarten

Man kann nun ausgehend vom Heimgarten über den Grat zum Herzogstandhaus und zur Gondel wandern. Das kann ca. 2 Std. in anspruch nehmen. Hier Blickt man in diese Richtung:

Blick-Herzogstand

Man achte jedoch darauf, dass die letzte Talfahrt um 17:45 Uhr stattfindet. Der frühe Vogel fängt den Wurm.

Dieser Klassiker unter den bayerischen Bergtouren kann gut mit Kindern absolviert werden, für die Gratwanderung jedoch empfehle ich eine Reepschnur.

Mein Tipp:

Im Winter kann man hier prima mit Schneeschuhen wandern:

 

Hier Download:
GPSies - Vom Walchensee zur Heimgartenhütte

Aug 172012
 

 Am 24.08.2012 geht es los!

Andreas Hofmann und Sebastian Hehn starten in München am Marienplatz und wandern über die Alpen nach Venedig.

Erstmals wurde der Traumpfad München – Venedig  1977 von Ludwig Grassler beschrieben.

Die Tour wird  komplett mit Rohkost stattfinden – und wird zeigen, dass man auch mit geringe Kalorienaufnahme und ohne gekochtes Essen große Leistungen vollbringen kann. Wir füllen wann immer es geht unsere Vorräte an frischen Lebensmitteln, nutzen Trockenfrüchte, Superfoods und die uns umgebenden Wildpflanzen bzw. Wildfrüchte. Die Firma lifefood.de unterstützt uns mit ihren Produkten. Jeden Tag werden wir ein Video drehen und diese Aufzeichnungen anschließend hier online stellen. Sein Sie gespannt :)

Sebastian Hehn und Andreas Hofmann auf dem Weg zur Birkkarspitze

 

Aug 082012
 

Heute berichte ich über eine Wanderung vom 3. und 4. August 2012. Das Ziel der Wanderung ist der höchste Punkt im Karwendel, die Birkkarspitze mit 2756 m Höhe. Umgeben von traumhaften Tälern und Bergketten ragt der Gipfel neben der Ödkarspitze hoch in den Himmel. Zu Fuß ist diese Tour eher für 2 Tage anzusetzen, da der Weg zum Karwendelhaus, von wo aus die Besteigung der Birkkarspitze erfolgt, sehr lange ist (13,5 km auf Fußweg, 16 km Forststraße von Hinterriss aus). Man kann auch gut von Scharnitz aus zum Karwendelhaus gelangen, allerdings ist auch hier der Weg sehr lange, und mit dem Mountainbike super erreichbar.

Die Ausrüstung Bestand aus folgenden Materialien:

Die Tour erfordert einiges an Kondition und ist m.E. nicht für kleine Kinder geeignet. Ausgangspunkt ist Parkplatz 2 bei Hinterriss.

Wegweiser im Karwendel

Vom Parkplatz aus überqueren wir die Straße und kommen zu einem Forstweg , auf dem wir uns links halten. Dem Weg ca. 1,5 km gefolgt finden wir eine Wegabzweigung die ins Johannestal und zum Karwendelhaus führt. Wir können uns hier entscheiden, ob wir lieber die breite Forststraße entlanggehen oder näher am Bach entlang wandern wollen.

Gebirgsbach zum Johannestal

Wasser im Johannestal

Nach einiger Zeit fanden wir auf dem Weg diesen kleinen gefiederten Freund, der sich direkt auf der Mountainbike Spur befand, und dort weg sollte:

Ein netter Vogel

Hochalmsattel

In beiden Fällen kommen wir schließlich zum kleinen Ahornboden. Von hier aus kommen wir über den Hochalmsattel zum Karwendelhaus (47° 25′ 37″ N, 11° 25′ 18″ O), in dem wir übernachteten. Die Unterbringung ist gut und die Küche einwandfrei. Für DAV Mitglieder kostet die Übernachtung im Lager 10€. Es lohnt sich also auch aus diesem Grund, Vereinsmitglied zu werden. 
Um 5:15 klingelt der Wecker (oder es piepst das Handy) – aufstehen, schnell was essen und los geht’s zur Birkkarspitze.

Ein kleiner Pfad bringt uns zum ersten kurzen Klettersteig, gesichert mit einem Stahlseil. Nach den ersten paar Metern saß auf dem Weg ein junger Alpensalamander, dieser wartete darauf, sich in der aufgehenden Sonne zu wärmen. Ich setzte ihn auf die Seite,  sonst wäre er sicherlich vom Ansturm der München-Venedig Wanderer zertreten worden.
Alpensalamander

Nun gelangt man auf einem schmalen Pfad durch Latschenkiefern zu einem großen Geröllfeld, dem Schlauchkar.
Der lange Weg durchs Schlauchkar

Dieses wird mit der Zeit immer steiler und somit auch anstrengender zu erklimmen. Auf halber Höhe zogen dunkle Wolken auf, die uns unsicher machten, ob wir weiter aufsteigen sollten oder lieber gleich absteigen. Wir entschieden uns weiter zu gehen. Kurz vor dem Gipfel findet man geschützt liegend, die Birkkarhütte vor, in der man kurzzeitig sein schweres Gepäck abstellen kann, um auf die Spitze zu klettern (ca. 15 min.). Auch hier ist keine große Klettererfahrung notwendig, jedoch sollte man unbedingt trittsicher und schwindelfrei sein.
Aufstieg zur Birkkarspitze

An dieser Stelle trifft man auf viele “Traumpfad München-Venedig” Wanderer, die dann über die Scharte auf der anderen Seite absteigen und zum Hallerangerhaus weiter marschieren. Nachdem wir den Gipfel bestiegen hatten und uns ins Gipfelbuch eingetragen hatten, folgte das obligatorische Gipfelkreuz Bild und wir machten uns an den Abstieg.
Gipfelkreuz Birkkarspitze

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Blick von der Birkkarspitze
Die Wolken lichteten sich nun und die Aussicht wurde besser. Der Abstieg war lange und anstrengend, dass uns die Fusssohlen brannten. Wieder am Karwendelhaus angelangt, ruhten wir kurz die Beine aus und gingen gut gelaunt weiter in Richtung Auto / Hinterriss. Da uns die Füße weh taten vom Geröllfeld, wählten wir die Forststraße, die jedoch etwas weiter von der Strecke ist. (16km).
Hochalmsattel
Der Weg kam uns endlos vor, die Straße schlängelte sich den Berg hinab, von der einen Talseite zur anderen und zurück. Den Weg säumten immer wieder leckere Walderdbeeren, die wir nicht verschmähten. So einen Geschmack findet man in keinem Geschäft wieder! Nach einiger Zeit kamen wir wieder am kleinen Ahornboden an, diesmal von anderer Seite. Nun wieder am Denkmal von Hermann von Barth vorbei, Hinterriss nun 3,5 Stunden entfernt. Entlang am Johannisbach gingen wir weiter durchs Johannistal, bis uns plötzlich ein heftiges Gewitter überraschte. Wir wählten den Pfad durch den Wald – besser vom Baum, als vom Blitz erschlagen :) Meine neue Mammut-Jacke hatte den Test bestanden – sie ist wirklich absolut wasserdicht und ich bin sehr zufrieden! Die Hose von Patagonia war zwar durchnässt, trocknete aber erstaunlich schnell. Ca. eine Stunde vor der Ankunft am Auto endete der Regen. In dieser Stunde wurde die Hose fast komplett trocken. Wir hatten nun über 20km Abstieg hinter uns und waren froh, endlich wieder am Auto zu sein. Auch die Wanderstöcke leisteten vorbildliche Arbeit! Die Tour war wirklich sehr schön, Ungeübte sollten sich jedoch überlegen, sie auf 3 Tage anzusetzen, wenn sie ausschließlich zu Fuß begangen werden soll. Mit dem Fahrrad ist das natürlich viel einfacher, da der Abstieg fast komplett gerollt werden kann.
Eine weitere tolle Tourenbeschreibung, für diejenigen unter euch, die sich gleich aufmachen wollen, findet ihr im Bergzeit Magazin. In diesem Artikel findet ihr auch weitere Angaben zum Berg selbst und viele Tipps, die einem den Aufstieg erleichtern.


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Jul 172012
 

Mit diesem ersten Artikel möchte ich diesen neuen Blog eröffnen. Es handelt sich um einen Artikel über eine Wanderung von der Jachenau zur Staffelalm. Es ist eine schöne Strecke, die sicherlich auch für Kinder geeignet ist, sofern man über die richtige Ausrüstung verfügt. Vor allem zu Beginn ist der Weg einfach und gut ausgebaut. Ich bin diese Strecke vor allem gewandert, um meine neuen Ausrüstungsteile zu testen.

Die Ausrüstung besteht aus folgenden Teilen:

Meindl Bergschuhe im RangerTravel Onlineshop kaufen.

Man parkt am besten auf dem hintersten Parkplat in Jachenau, beim Schützenhaus (N 47°36.376′ E 11°25.949′).
Wegweiser Rabenkopf

Von dort aus geht es über eine kleine Brücke auf einen schön im Wald liegenden Pfad, der sich oberhalb der großen Laine den Hang entlang schlängelt. Man wandert durch einen Mischwald bis man schließlich auf eine Forststraße kommt, hier hält man sich rechts bis man schließlich wieder nach dem Überqueren einer Weide in den Wald hinein geht. An dieser Stelle steht zur Linken eine tolle Holzschnitzerei, die ein Foto wert ist!
Waldknurz

Nun kommt man in einen dunkleren Abschnitt des Waldes, viele Steine liegen an den Wegseiten – wenn man durch das Gatter gekommen ist, findet man an beiden Wegseiten riesige Mengen an Sauerklee, der sich prima als kleiner Snack eignet. Nun lichtet sich der Wald bald wieder und man überquert auf’s neue die große Laine an einer längeren Brücke.
Brücke über die große Laine

Nun folgt man dem Weg bis auf eine Forststraße die man bis zur nächsten Brücke weiterwandert, an dieser Brücke kann man sich entscheiden über die Rappinschlucht zur Staffelalm zu kommen oder außen herum. Ich bin durch die Schlucht gegangen, die auch wirklich gut begehbar ist, Kinder hier bitte an die Reepschnur nehmen. Würde man gerade aus weiter wandern, trifft man auf eine kleine Alm und einen sehenswerten Wasserfall. Der Weg durch die Schlucht ist schmal und die Aussicht mittelmäßig bis spektakulär – wenn man den Blick nach unten schweifen lässt. Hier ist auch auf die Warnung zu achten, dass dieser Weg am besten nur von schwindelfreien Personen begangen wird.

Brücke zur Rappinschlucht

Bergsport, Outdoor und Trekking Ausrüstung günstig kaufen im bergzeit.de Outdoor Shop

Weg durch die Rappinschlucht

Auf meiner Tour fing es schließlich zu regnen an, wodurch ich gleich einen Grund hatte den Regenüberzug in meinem neuen Deuter Aircontact Rucksack zu testen. Er ist gut zu erreichen, mit einer Schnur unten im Fach fixiert und passt perfekt über den kompletten Rucksack. Darunter ist alles trocken geblieben. Hat man die Schlucht passiert kommt man an eine Weggabelung, an der man sich entscheiden kann, zur Rappinalm weiter zu wandern bzw. zur Staffelalm und zum Rabenkopf. Hier erfolgt ein wenig spektakulärer Aufstieg durch den Wald, die Wege sind relativ schlecht, da von Wasserläufen ausgewaschen und recht matschig. Das hat sich recht lange hingezogen und hier war mir mein Trinkpack im Rucksack gerade recht. Sonst bin ich ausschließlich mit Flasche gewandert, doch nun wollte ich mal so ein Hydrationssystem nutzen. Die erste Benutzung des Deuter Streamer Hydration System ist eher unangenehm, da ein stetiger Gummigeschmack beim Wassertrinken mit in den Mund gelangt. Man hat mir zwar gesagt, dass es Geschmacksneutral sein würde – ist es jedoch nicht; zumindest noch nicht. Ich werde weiter darüber berichten. Das Handling ist gut, zum trinken beisst man auf den Gummiverschluss und saugt gleichzeitig daran. Hier muss ich bemängeln, dass die Plastikverschlusskappe relativ schwer nur abgeht. Nach einer kurzen Pause auf einsamer Strecke erreichte ich ca. eine halbe Stunde später die Staffelalm (N 47°38.739′ E 11°24.901′). Hier hat man einen sehr schönen Ausblick auf die umliegenden berge und kann weiter zum Rabenkopf bzw. zum Jochberg und zum Walchensee. Ich bin die selbe Strecke wieder zurück gegangen, da starker Regen einsetzte.
Wegweiser Staffelalm

Zu der Ausrüstung folgen in kürze genauere Tests per Video.

 

 

Hier der Link zur Strecke:

GPSies - Jachenau - Staffelalm

Ich wünsche viel Freude beim Wandern!