Aug 172012
 

Eine Tour für die ganze Familie – so sind wir jedenfalls am Samstag den 11.08.12 in Richtung Walchensee gefahren (Hier ist die Ortschaft Walchensee gemeint). Geparkt wurde am Parkplatz gegenüber vom Wikingerdorf (Auto 3€). Von hier aus dann ein kurzes Stück der Straße entlang Richung Herzogstand und wieder links ab. Hier weist ein Schild die Richtung zum Heimgarten. Ein paar Hundert Meter auf einer geteerten Straße am Bach entlang und schon wird’s steil.

Wegweiser-Heimgarten
Nach einer ersten Steigung finden wir dieses Hinweis Schild vor, die Zeitangabe von 4,5 Std. in Richtung Herzogstand ist etwas kurios. Nach ca. 2 Stunden Aufstieg finden wir ein weiteres Schild mit einer Zeitangabe von 4 Stunden zum Herzogstand. Da konnte wohl jemand nicht rechnen, oder ?

Jetzt wurde der Weg zum Waldweg, wie auf folgenden Bild zu ersehen:
Waldweg-Heimgarten

Nach und nach stiegen wir schließlich in steilen Serpentinen den Berg hinauf. Der Aufstieg ist nicht schwer – es sei denn, man trägt ein 4 jähriges Kind – wie es bei uns der Fall war, zumindest teilweise. Nach ca. 600 Höhenmeter Aufstieg haben wir eine tolle Aussicht auf den Grat zwischen dem Heimgarten und dem Herzogstand. Dies ist ein alter Klassiker unter den Wanderungen, die ich mit meinen Eltern schon vor über 20 Jahren gemacht habe.

Grat-zum-Herzogstand
Nach einer kurzen Talsenke geht es durch eine Kuhweide wieder steil nach oben – nun trägt man wirklich schwer mit 20 kg Kind auf den Schultern und einem knapp 10kg schweren Rucksack. Kurve für Kurve steigt man nach oben, nochmals ca. 350m. Die Bäume lichten sich langsam – und der Weg wird karger – ist aber jederzeit immer einfach begehbar. Kürzlich wurde der Weg erneuert.
Freundliche-Kuh
Blick-Walchensee
Oben an der Heimgartenhütte angelangt wartet dann auf den Wanderer ein deftiger Kaiserschmarrn. Jedoch sollte man nicht zu spät oben ankommen – der ist recht früh aus. Ich hatte den Kaiserschmarrn vor über 20 Jahren dort gegessen, diesmal keinen.
Belohnt wird man nicht nur durch die kulinarischen Vergnügen, sondern auch durch optische Reize erster Klasse – die Aussicht ist gigantisch!

Blick-vom-Heimgarten

Man kann nun ausgehend vom Heimgarten über den Grat zum Herzogstandhaus und zur Gondel wandern. Das kann ca. 2 Std. in anspruch nehmen. Hier Blickt man in diese Richtung:

Blick-Herzogstand

Man achte jedoch darauf, dass die letzte Talfahrt um 17:45 Uhr stattfindet. Der frühe Vogel fängt den Wurm.

Dieser Klassiker unter den bayerischen Bergtouren kann gut mit Kindern absolviert werden, für die Gratwanderung jedoch empfehle ich eine Reepschnur.

Mein Tipp:

Im Winter kann man hier prima mit Schneeschuhen wandern:

 

Hier Download:
GPSies - Vom Walchensee zur Heimgartenhütte

Aug 172012
 
Alte Arbeitsschuhe vor weißen Hintergrund

Wer kennt es nicht, da ist man auf eine Hütte gewandert, und darf mit seinen Wanderschuhen nicht rein. Das ist ja prinzipiell auch gut so. Nun ist man aber gezwungen, entweder barfuß zu gehen oder sich aus einem evtl. vorhandenen Schuharsenal ein paar Fußpilzschleudern unter die Füße zu schnallen. Fußpilz allein wäre ja nicht schlimm, auch andere Viren, die Warzen auslösen können, werden so übertragen.

Abhilfe schafft hier der günstige und leichte Zehentrenner von Betula. Den packt man sich einfach in den Rucksack und merkt das Gewicht gar nicht. Er ist natürlich auch als Badelatschen geeignet, da er aus Kunststoff ist. Das eingegossene Fußbett schmeichelt angestrengten Füßen.

Gibt’s bei Amazon, ist schnell bestellt und schnell daheim :)

 

Aug 172012
 

 Am 24.08.2012 geht es los!

Andreas Hofmann und Sebastian Hehn starten in München am Marienplatz und wandern über die Alpen nach Venedig.

Erstmals wurde der Traumpfad München – Venedig  1977 von Ludwig Grassler beschrieben.

Die Tour wird  komplett mit Rohkost stattfinden – und wird zeigen, dass man auch mit geringe Kalorienaufnahme und ohne gekochtes Essen große Leistungen vollbringen kann. Wir füllen wann immer es geht unsere Vorräte an frischen Lebensmitteln, nutzen Trockenfrüchte, Superfoods und die uns umgebenden Wildpflanzen bzw. Wildfrüchte. Die Firma lifefood.de unterstützt uns mit ihren Produkten. Jeden Tag werden wir ein Video drehen und diese Aufzeichnungen anschließend hier online stellen. Sein Sie gespannt :)

Sebastian Hehn und Andreas Hofmann auf dem Weg zur Birkkarspitze

 

Aug 162012
 

Zum Wandern braucht man gute WanderschuheImmer wieder hört man von Freunden und Bekannten, dass sie noch nie wandern waren und dass dies ja kein Spaß machen würde. Lasst euch nicht von den Meinungen anderer Leute beeinflussen, sondern macht euch selbst ein Bild. Sobald ihr das erste Mal in den Bergen wart und die frische Luft geschnuppert habt, wollt ihr nie wieder zurück. Überall die schönen Blumen und die Tiere. So viele Impressionen auf einmal bekommt ihr kaum an einem anderen Ort. Wenn ihr Glück habt, scheint dann noch die Sonne und versüßt euch den Tag. So wird das Wandern vielleicht sogar noch zu eurem neuem Hobby. Besonders beeindruck werdet ihr sein, wenn ihr am Gipfelkreuz steht und über das Tal schaut. Nun seht ihr, was ihr geschafft habt. Hättet ihr das gedacht?!

Doch das größte Problem bei Anfängern ist meist die Ausrüstung, da diese nicht vorhanden ist. Doch ein paargute Wanderschuhesind schnell gekauft und halten eine Ewigkeit. Eine Regenjacke besitzen die meisten schon und auch eine Outdoor Hose ist für die ersten kurzen Touren nicht zwingen notwendig. Doch sobald ihr das Wandern für euch entdeckt habt, solltet ihr euch mit professioneller Outdoorbekleidung eindecken. Diese ist meist im Internet zu sehr guten Preisen erhältlich. Dabei ist es zwingend notwendig auf Qualität und Funktionalität zu achten. Eventuell lasst ihr euch beraten, wenn ihr nicht genau wisst, worauf es ankommt. Hier ein paar Grundregeln: Es ist wichtig darauf zu achten, dass die Kleidung wasserabweisend und atmungsaktiv ist. Zusätzlich legen viele Leute Wert darauf, dass die Sachen viele Taschen haben und sich zu einem kleinen Packmaß zusammenpacken lassen. Mit ein paar Klicks seid ihr im Internet und dann kann die Ausrüstung bestellt werden.

Aug 082012
 

Heute berichte ich über eine Wanderung vom 3. und 4. August 2012. Das Ziel der Wanderung ist der höchste Punkt im Karwendel, die Birkkarspitze mit 2756 m Höhe. Umgeben von traumhaften Tälern und Bergketten ragt der Gipfel neben der Ödkarspitze hoch in den Himmel. Zu Fuß ist diese Tour eher für 2 Tage anzusetzen, da der Weg zum Karwendelhaus, von wo aus die Besteigung der Birkkarspitze erfolgt, sehr lange ist (13,5 km auf Fußweg, 16 km Forststraße von Hinterriss aus). Man kann auch gut von Scharnitz aus zum Karwendelhaus gelangen, allerdings ist auch hier der Weg sehr lange, und mit dem Mountainbike super erreichbar.

Die Ausrüstung Bestand aus folgenden Materialien:

Die Tour erfordert einiges an Kondition und ist m.E. nicht für kleine Kinder geeignet. Ausgangspunkt ist Parkplatz 2 bei Hinterriss.

Wegweiser im Karwendel

Vom Parkplatz aus überqueren wir die Straße und kommen zu einem Forstweg , auf dem wir uns links halten. Dem Weg ca. 1,5 km gefolgt finden wir eine Wegabzweigung die ins Johannestal und zum Karwendelhaus führt. Wir können uns hier entscheiden, ob wir lieber die breite Forststraße entlanggehen oder näher am Bach entlang wandern wollen.

Gebirgsbach zum Johannestal

Wasser im Johannestal

Nach einiger Zeit fanden wir auf dem Weg diesen kleinen gefiederten Freund, der sich direkt auf der Mountainbike Spur befand, und dort weg sollte:

Ein netter Vogel

Hochalmsattel

In beiden Fällen kommen wir schließlich zum kleinen Ahornboden. Von hier aus kommen wir über den Hochalmsattel zum Karwendelhaus (47° 25′ 37″ N, 11° 25′ 18″ O), in dem wir übernachteten. Die Unterbringung ist gut und die Küche einwandfrei. Für DAV Mitglieder kostet die Übernachtung im Lager 10€. Es lohnt sich also auch aus diesem Grund, Vereinsmitglied zu werden. 
Um 5:15 klingelt der Wecker (oder es piepst das Handy) – aufstehen, schnell was essen und los geht’s zur Birkkarspitze.

Ein kleiner Pfad bringt uns zum ersten kurzen Klettersteig, gesichert mit einem Stahlseil. Nach den ersten paar Metern saß auf dem Weg ein junger Alpensalamander, dieser wartete darauf, sich in der aufgehenden Sonne zu wärmen. Ich setzte ihn auf die Seite,  sonst wäre er sicherlich vom Ansturm der München-Venedig Wanderer zertreten worden.
Alpensalamander

Nun gelangt man auf einem schmalen Pfad durch Latschenkiefern zu einem großen Geröllfeld, dem Schlauchkar.
Der lange Weg durchs Schlauchkar

Dieses wird mit der Zeit immer steiler und somit auch anstrengender zu erklimmen. Auf halber Höhe zogen dunkle Wolken auf, die uns unsicher machten, ob wir weiter aufsteigen sollten oder lieber gleich absteigen. Wir entschieden uns weiter zu gehen. Kurz vor dem Gipfel findet man geschützt liegend, die Birkkarhütte vor, in der man kurzzeitig sein schweres Gepäck abstellen kann, um auf die Spitze zu klettern (ca. 15 min.). Auch hier ist keine große Klettererfahrung notwendig, jedoch sollte man unbedingt trittsicher und schwindelfrei sein.
Aufstieg zur Birkkarspitze

An dieser Stelle trifft man auf viele “Traumpfad München-Venedig” Wanderer, die dann über die Scharte auf der anderen Seite absteigen und zum Hallerangerhaus weiter marschieren. Nachdem wir den Gipfel bestiegen hatten und uns ins Gipfelbuch eingetragen hatten, folgte das obligatorische Gipfelkreuz Bild und wir machten uns an den Abstieg.
Gipfelkreuz Birkkarspitze

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Blick von der Birkkarspitze
Die Wolken lichteten sich nun und die Aussicht wurde besser. Der Abstieg war lange und anstrengend, dass uns die Fusssohlen brannten. Wieder am Karwendelhaus angelangt, ruhten wir kurz die Beine aus und gingen gut gelaunt weiter in Richtung Auto / Hinterriss. Da uns die Füße weh taten vom Geröllfeld, wählten wir die Forststraße, die jedoch etwas weiter von der Strecke ist. (16km).
Hochalmsattel
Der Weg kam uns endlos vor, die Straße schlängelte sich den Berg hinab, von der einen Talseite zur anderen und zurück. Den Weg säumten immer wieder leckere Walderdbeeren, die wir nicht verschmähten. So einen Geschmack findet man in keinem Geschäft wieder! Nach einiger Zeit kamen wir wieder am kleinen Ahornboden an, diesmal von anderer Seite. Nun wieder am Denkmal von Hermann von Barth vorbei, Hinterriss nun 3,5 Stunden entfernt. Entlang am Johannisbach gingen wir weiter durchs Johannistal, bis uns plötzlich ein heftiges Gewitter überraschte. Wir wählten den Pfad durch den Wald – besser vom Baum, als vom Blitz erschlagen :) Meine neue Mammut-Jacke hatte den Test bestanden – sie ist wirklich absolut wasserdicht und ich bin sehr zufrieden! Die Hose von Patagonia war zwar durchnässt, trocknete aber erstaunlich schnell. Ca. eine Stunde vor der Ankunft am Auto endete der Regen. In dieser Stunde wurde die Hose fast komplett trocken. Wir hatten nun über 20km Abstieg hinter uns und waren froh, endlich wieder am Auto zu sein. Auch die Wanderstöcke leisteten vorbildliche Arbeit! Die Tour war wirklich sehr schön, Ungeübte sollten sich jedoch überlegen, sie auf 3 Tage anzusetzen, wenn sie ausschließlich zu Fuß begangen werden soll. Mit dem Fahrrad ist das natürlich viel einfacher, da der Abstieg fast komplett gerollt werden kann.
Eine weitere tolle Tourenbeschreibung, für diejenigen unter euch, die sich gleich aufmachen wollen, findet ihr im Bergzeit Magazin. In diesem Artikel findet ihr auch weitere Angaben zum Berg selbst und viele Tipps, die einem den Aufstieg erleichtern.


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Jul 172012
 

Mit diesem ersten Artikel möchte ich diesen neuen Blog eröffnen. Es handelt sich um einen Artikel über eine Wanderung von der Jachenau zur Staffelalm. Es ist eine schöne Strecke, die sicherlich auch für Kinder geeignet ist, sofern man über die richtige Ausrüstung verfügt. Vor allem zu Beginn ist der Weg einfach und gut ausgebaut. Ich bin diese Strecke vor allem gewandert, um meine neuen Ausrüstungsteile zu testen.

Die Ausrüstung besteht aus folgenden Teilen:

Meindl Bergschuhe im RangerTravel Onlineshop kaufen.

Man parkt am besten auf dem hintersten Parkplat in Jachenau, beim Schützenhaus (N 47°36.376′ E 11°25.949′).
Wegweiser Rabenkopf

Von dort aus geht es über eine kleine Brücke auf einen schön im Wald liegenden Pfad, der sich oberhalb der großen Laine den Hang entlang schlängelt. Man wandert durch einen Mischwald bis man schließlich auf eine Forststraße kommt, hier hält man sich rechts bis man schließlich wieder nach dem Überqueren einer Weide in den Wald hinein geht. An dieser Stelle steht zur Linken eine tolle Holzschnitzerei, die ein Foto wert ist!
Waldknurz

Nun kommt man in einen dunkleren Abschnitt des Waldes, viele Steine liegen an den Wegseiten – wenn man durch das Gatter gekommen ist, findet man an beiden Wegseiten riesige Mengen an Sauerklee, der sich prima als kleiner Snack eignet. Nun lichtet sich der Wald bald wieder und man überquert auf’s neue die große Laine an einer längeren Brücke.
Brücke über die große Laine

Nun folgt man dem Weg bis auf eine Forststraße die man bis zur nächsten Brücke weiterwandert, an dieser Brücke kann man sich entscheiden über die Rappinschlucht zur Staffelalm zu kommen oder außen herum. Ich bin durch die Schlucht gegangen, die auch wirklich gut begehbar ist, Kinder hier bitte an die Reepschnur nehmen. Würde man gerade aus weiter wandern, trifft man auf eine kleine Alm und einen sehenswerten Wasserfall. Der Weg durch die Schlucht ist schmal und die Aussicht mittelmäßig bis spektakulär – wenn man den Blick nach unten schweifen lässt. Hier ist auch auf die Warnung zu achten, dass dieser Weg am besten nur von schwindelfreien Personen begangen wird.

Brücke zur Rappinschlucht

Bergsport, Outdoor und Trekking Ausrüstung günstig kaufen im bergzeit.de Outdoor Shop

Weg durch die Rappinschlucht

Auf meiner Tour fing es schließlich zu regnen an, wodurch ich gleich einen Grund hatte den Regenüberzug in meinem neuen Deuter Aircontact Rucksack zu testen. Er ist gut zu erreichen, mit einer Schnur unten im Fach fixiert und passt perfekt über den kompletten Rucksack. Darunter ist alles trocken geblieben. Hat man die Schlucht passiert kommt man an eine Weggabelung, an der man sich entscheiden kann, zur Rappinalm weiter zu wandern bzw. zur Staffelalm und zum Rabenkopf. Hier erfolgt ein wenig spektakulärer Aufstieg durch den Wald, die Wege sind relativ schlecht, da von Wasserläufen ausgewaschen und recht matschig. Das hat sich recht lange hingezogen und hier war mir mein Trinkpack im Rucksack gerade recht. Sonst bin ich ausschließlich mit Flasche gewandert, doch nun wollte ich mal so ein Hydrationssystem nutzen. Die erste Benutzung des Deuter Streamer Hydration System ist eher unangenehm, da ein stetiger Gummigeschmack beim Wassertrinken mit in den Mund gelangt. Man hat mir zwar gesagt, dass es Geschmacksneutral sein würde – ist es jedoch nicht; zumindest noch nicht. Ich werde weiter darüber berichten. Das Handling ist gut, zum trinken beisst man auf den Gummiverschluss und saugt gleichzeitig daran. Hier muss ich bemängeln, dass die Plastikverschlusskappe relativ schwer nur abgeht. Nach einer kurzen Pause auf einsamer Strecke erreichte ich ca. eine halbe Stunde später die Staffelalm (N 47°38.739′ E 11°24.901′). Hier hat man einen sehr schönen Ausblick auf die umliegenden berge und kann weiter zum Rabenkopf bzw. zum Jochberg und zum Walchensee. Ich bin die selbe Strecke wieder zurück gegangen, da starker Regen einsetzte.
Wegweiser Staffelalm

Zu der Ausrüstung folgen in kürze genauere Tests per Video.

 

 

Hier der Link zur Strecke:

GPSies - Jachenau - Staffelalm

Ich wünsche viel Freude beim Wandern!