Okt 202013
 

An einem der letzten schönen Herbstwochenenden machten wir uns auf in Richtung Mittenwald, um den Hohen Kranzberg (1391 m) zu besteigen (oder zu befahren) und die kleinen, jedoch wunderschönen Albenseen (nämlich den Ferchensee und den Lautersee) zu umwandern. Wir hatten eine Rundtour vor, die vor allem auch unserem 5jährigen Sohn Spaß machen würde. Von Mittenwald aus kann man mit einem Sessellift zur Bergstation, nahe des Berggasthofes St. Anton fahren, was natürlich für die Kleinen immer ein Highlight ist. Für den gesamten Weg muss man rund 4 Stunden veranschlagen, es sind ca. 12 km.
Nachdem wir vergeblich nach einem Parkplatz gesucht hatten, parkten wir an einem Hotel in der Nähe. Gleich gegenüber findet man folgende Wanderkarte vor, auf der man sich schon mal über das Gebiet informieren kann:

Karte-Kranzberg

Von hier aus waren es ca. 15 Minuten zur Talstation der Kranzbergbahn. Unterhalb der Sessellifte ist ein einfacher Weg in Richtung Gipfel. Der Weg ist so einfach, dass wirklich auch kleine Kinder und ältere Menschen ihn einfach bewandern können.
Mittenwald

Mittenwald-2

Kranzberg-Lift

Sessellift-Kranzberg

Blick-Lift

Der Wanderweg schlängelt sich parallel und unter der Seilbahnlinie nach oben. An der Bergstation ausgestiegen hat man schon einen tollen Ausblick:

Kranzberg-Bergstation

Eine Webcam zeigt aktuelle Bilder von hier oben.

Ein paar Minuten von hier ist man schon beim Berggasthof St. Anton:

St-Anton-Kranzberg

Karwendelblick-KB

Aussicht2

Hier oben kann man in den verschiedensten Richtungen wunderbare Blicke erhaschen. Auf dem Bild hier blickt man in Richtung Wallgau – zu erkennen ist Das Heimgarten – Herzogstand Massiv und die umliegenden Berge. Die sieht man dann schließlich vom Gipfel noch einmal besser. Vom Berggasthof St. Anton ist man schnell beim Kranzberghaus.

Kranzberghaus

Die Lage des Kranzberghauses ist sehr schön, jedoch ist die Bewirtung für Vegetarier etwas unflexibel. So konnten keine Pommes ohne Currywurst bestellt werden. Wer jedoch gerne auf Tierleichen verzichtet, verzichtet dann halt auf’s ganze Essen. Wo anders gibt’s ja auch was. Und Pommes sind eh nicht gesund. Mein Tipp hier ist eindeutig: Wo anders essen oder eigenes Essen mitbringen (Achtung: Mitgebrachtes darf hier auch nicht verzehrt werden!)
Ein Abstecher auf den Gipfel lohnt sich, keine 3 Minuten ist er entfernt und lockt mit herrlichen Sonnenstühlen die einem die gigantische Aussicht entspannt genießen lassen!

Über den Dächern von Mittenwald

Von hier aus ging der Weg weiter über einen breiten Schotterweg, erst über eine Hochebene und dann wieder bergab in Richtung Ferchensee.
Wegweiser-4

Karwendelblick2

Obwohl hier von der Stadt Mittenwald das Radfahren verboten ist, lädt der Weg dazu ein, und viele gehen auch dieser Versuchung nach, denn die Wege sind gut befahrbar. Wir störten uns nicht daran. Da vom letzten Schnee (ja, Mitte Oktober fiel hier bis nach München Schnee) noch einiges übrig war, konnten zwischenzeitliche Schneeballschlachten für zusätzliche Freude sorgen.
Nach ca. einer Stunde kommt man am Ferchensee an, bei dem man auch einkehren könnte. Die Bewirtung ist jedoch nur bis 16:00 Uhr.
Ferchensee-1

Ferchensee-2

Rund um den Ferchensee geht ein Weg, der gut begehbar ist. Von hier aus sind es ca. 30 Minuten zum Lautersee und eine Stunde nach Mittenwald. Die beiden Seen werden durch eine kleine, bewaldete Kuppe voneinander getrennt. Mit dem Auto darf man hier nicht anfahren, jedoch kommt man per Bus hier her.
Hier ein kleiner Einblick in die Gegend zwischen Ferchensee und Lautersee:
Schneewald-Pano

Schneewiese

Am Lautersee angekommen findet man wieder mehrere Gaststätten vor. Zur Rechten ein Fischlokal und zur Linken ein Strandbad mit Bistro. Aber auch hier nur Küche bis 16:00 Uhr!
Lautersee-Pano

Vom Strandbad aus hat man einen schönen Blick über den See:

Lautersee

Auf dem Weg nach Mittenwald zurück zum Auto (der Weg führt genau zur Talstation zurück).

Lautersee-Plateau

Walderlebnispfad

Hier kann man auch verschiedenste Vögel beobachten:

Singvoegel

Der Walderlebnispfad bietet so einiges. So sind hier die verschiedensten Gesteinssorten ausgestellt und schön arrangiert.

Steingarten

 

Hier findet man nochmal die gesamten Bilder der Wanderung auf Flickr

 

Den GPS Track gibt’s bald!

Viel Spaß beim Wandern!

Mrz 172013
 

Heute Sind wir sehr früh aufgestanden, da wir nach Wattens gebracht wurden, um von dort unsere Tour fortzusetzen. Wir begannen die Etappe im Dauerregen und kamen im Dauerregen auf der Hütte an. Wir hatten von Beginn an einen sehr steilen Aufstieg, zuerst über einen alten Kreuzweg der uns zu einer Strasse führte. Wir folgen der Straße ca. 10 km. Immer steil bergauf. Mal war der Regen stärker, mal war er schwächer. Unsere Ponchos hielten einen Großteil der Nässe von uns fern, jedoch durchweichten unsere Schuhe. Wir durchquerten ein militärisches Sperrgebiet, in dem man weder fotografieren, filmen oder zeichnen darf. Die Landschaft wurde zunehmend interessanter. Nach dem Lager Walchen (Militär) begaben wir uns auf den Zirbenweg. Dieser Weg ist von einem sehr alten Baumbestand gesäumt und macht den Eindruck einer Märchenlandschaft. Überall hingen lange Bartflechten von den Bäumen. Der Weg wurde steiler, aber eine Hütte war in Sicht, die wir zuerst für unser Ziel hielten. Es stellte sich heraus, dass es eine Hütte eines weiteren Militärbereiches war. Aber das Ziel war nicht fern. Zwischen Kühen und Schweinen fanden wir unseren Weg zur Lizumer Hütte, die schon recht eingeschneit war. Die nassen Füße wurden langsam kalt. Wir kamen nun an der Hütte an und wurden freundlich empfangen. Die Nassen Klamotten noch schnell in den Trockenraum gebracht, und ab in den warmen Gastraum.
Andi’s Fuß schmerzt noch, es geht aber besser als gedacht. Er wandert in einem weicheren Schuh.

Laut des Wirtes sollten wir evtl. einen weiteren Tag bleiben, da die Wetterbedingungen eine Wanderung zum Tuxer Joch sehr gefährlich machen. Er sprach von ca. 15 cm Schnee. Mal sehen. Es bleibt spannend…

Fotos und Videos kommen nach, wir sind gerade auf der Hütte und können keine großen Datenmengen senden.

 

So… nun das Video:

Mrz 172013
 

Unausgeschlafen begannen wir den neuen Tag. Gefühlte 40° im Schlafraum mit Schnarchen in Stereo taten ihriges dazu. Der Weg begann an der Tutzinger Hütte und führte über die Glaswandscharte wieder zurück ins Tal. Die ersten Meter Aufstieg machten uns Mühe, wegen der durchgemachten Nacht. Wir konnten Steinböcke beobachten, die man ja sonst sehr selten sieht.Steinbock bei Tutzinger Hütte

Oberhalb der Tutzinger Hütte wurden wir durch einen sagenhaften Ausblick belohnt.

Ausblick von der Benediktenwand ausNun begann ein langer Abstieg ins Tal, in Richtung großer Laine. Andi machte sein Fuß zu schaffen, die Schmerzen wurden immer stärker und wir wussten nicht genau, wie weit es noch gehen würde. Nach einem langen Abstieg der sich den Hang hinunter schlängelte gelangen wir zu einer Forststraße. Dieser entschieden wir schließlich zu folgen, auch wenn das ca. 3km mehr an Weg bedeuten sollte. An einer Bank machten wir Rast und drehten einen Teil des Videos zum Thema grüne Power Drinks. Ausgeruht machten wir uns wieder auf. Blick auf dar Karwendelmassiv und die ZugspitzeDie Lainlalm liessen wir links liegen und folgten der großen Laine, einem wunderschönen Wildbach in Richtung Jachenau. Der Weg ab jetzt führte uns über schmal Pfade und hölzerne Brücken und war immer abwechslungsreich und interessant, aber nie wirklich anspruchsvoll. Diese Gegend ist für Familienausflüge sehr geeignet. Gegen 14 Uhr waren wir dann in Jachenau, und wollten mit dem bus wieder zum Auto in Bad Tölz gelangen, um den Nachmittag auszuruhen und Andi’s Fuß zu behandeln. Wir verpassten ihn um 2 Minuten. Im Schützenhaus haben wir dann einen leckeren aber völlig überteuerten Salat genießen können, um schließlich herauszufinden, dass der nächste Bus erst in 2 Stunden fahren sollte. Unser Handzeichen, dass signalisieren sollte dass wir gerne Trampen würden, ließ die Autofahrer unbeeindruckt. So verbrachten wir ca. 45 Minuten an der Straße und streckten unsere Daumen gen Himmel. Um 16 Uhr fuhren wir mit dem Bus nach Lenggries und von dort mit der Bahn nach Bad Tölz zum Auto. Zuhause angekommen ruhten wir uns aus und wollten am nächsten Tag gleich weiter, nämlich zum Karwendelhaus. Es kam dann aufgrund Andi’s Verletzung anders. Dazu mehr im nächsten Post!

 

Mrz 172013
 

Sebastian auf der Tour nach Bad TölzSebastian Hehn

Wir gingen diese Etappe nach einer ausgeschlafenen Nacht zu Hause gemütlich an, wir hatten keinerlei Zeitdruck. Um ca. 9:30 Uhr machten wir uns auf. Es regnete, jedoch nach kurzer Zeit wurde es deutlich weniger, wir mussten aber ca. 10 km bei leichtem Dauerregen wandern. Die Tour verläuft fast den ganzen Tag nahe an der Isar. Unterwegs fanden wir etliche wilde Apfelbäume mit fast reifen Früchten, an denen wir uns bedienten. An der Tattenkofener Brücke schließlich, trafen wir Corinna, die uns ein paar Früchte brachte und neue Einlagen für die Schuhe. Wir machten ca. 45 Minuten Pause und starteten wieder durch. Endlich hörte der Regen auf, kurz nach Geretsried machten wir unser erstes Video.

Wir fanden eine riesige Menge an Tollkirschen und Himbeeren auf einem Fleck. Das war schon interessant – zwischen den giftigen Pflanzen die guten Himbeeren heraus zu pflücken. Der Weg verläuft überwiegend auf sehr gut begehbaren Strecken.
Nach Geretsried passierten wir den Malerwinkel, kamen durch ein nettes Stückchen Wald über eine Brücke, um dann einige Wiesen zu durchqueren. Überall Wildpflanzen wie Löwenzahn, Wegeriche, Brombeeren, Himbeeren in Hülle und Fülle.

Der Blick vom Malerwinkel Der Blick vom MalerwinkelAndreas-Hofmann im WaldAndreas Hofmann

Nach einiger Zeit auf guten Wegen kamen wir an ein langes Stück Schotterweg, mit tief aufgeschüttetem Isarkies. Das nimmt einem die Kraft. Kilometerweit stapft man durch dieses Geröll. Auch hier wieder interessante Pflanzen- und Tierwelt. Wir sahen viele kleine Kröten und Frösche über die Wege hüpften. Kurz nach dem Isar Längenschild 193 bogen wir rechts ab, um die Isar kurzzeitig zu verlassen und den Weg über die Höfe Lochen und Rimselrain fortzuführen. Die Füße, hier speziell die Ballen bei Sebastian und der Innenfuß bei Andreas fingen heftig an zu schmerzen. Die letzten Kilometer nach Bad Tölz waren landschaftlich sehr schön, da die Aussicht auf die schon fast erreichten Berge wunderschön war. Ein bedrohlich aussehendes Gewitter zog auf und es donnerte gewaltig. Wir dachten, dass wir gleich sehr nass werden würden, blieben jedoch glücklicherweise vollständig verschont. In Bad Tölz angekommen, trafen wir Corinna, mit der wir in’s Café Love gingen und einen leckeren Salat aßen. Dieser rundete den Abend ab und wir fuhren zufrieden und müde zurück nach Hause, um uns für den morgigen Tag, von Bad Tölz zur Tutzinger Hütte, zu regenerieren.

Sebastian Hehn und Andreas Hofmann am IsarstauseeSebastian Hehn und Andreas Hofmann am Isarstausee

 

 
Hier das lang ersehnte Video :)

Mrz 172013
 

Endlich war er da – der große Tag des Aufbruchs. Wir waren schon am Vorabend etwas aufgeregt, da wir uns mit Ludwig Graßler, dem Begründer des Traumpfades trafen.

Ludwig Graßler, Sebastian Hehn, Corinna Hehn, Andreas Hofmann

Am Morgen des 24.August standen wir um 6:00 Uhr auf, Frühstückten Banane mit einer Superfood-Mischung und ließen uns von Corinna zum Bahnhof Wolfratshausen fahren. Hier verpassten wir knapp die S-Bahn, kamen also ca. 20 Minuten später als geplant in München an. Über das Verabschiedungskomitee haben wir uns sehr gefreut – es wurde viel erzählt und gelacht, bis wir endlich um ca. 9:45 die Wanderung wirklich begannen.
Der Weg war einfach und überwiegend gerade, jedoch wirkte sich nach einiger Zeit die ungewohnte Länge (32 km) deutlich auf unsere Muskulatur aus. Nach ca. 20km kamen die ersten Wehwehchen, alle jedoch aushaltbar.

Von München an der Isar entlang, bei Pullach und Grünwald vorbei, vorbei am Tierpark und den schönen Isarstränden erreichten wir schließlich Kloster Schäftlarn, bei dem sich der Weg dann änderte. Einer Allee gefolgt gelangten wir zu einer großen Fischzucht und schließlich zum Ickinger Wehr. Von dort aus waren es nur noch wenige Kilometer bis zu unser Unterkunft – daheim :)

Was wir gegessen haben beschränkte sich auf ein paar Bananen und Äpfel, je ein lifefood Lifebar, einen Mix aus Chia Samen und Superfoods, die Wildpflanzen und Früchte am Wegesrand, sowie genug zu trinken.
Das versorgte uns den ganzen Tag mit ausreichend Energie :)

Wir können nicht jeden Tag bloggen, da nicht überall in den Alpen Internet verfügbar ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hier das lang erwartete Video:

Aug 192012
 

Die Brunnsteinhütte ist ein beliebtes Ausflugsziel zwischen Mittenwald und Scharnitz. Sie ist einfach zu erreichen und man wird durch einen tollen Ausblick belohnt! Da diese relativ kurze Tour extra als Kindergeeignet ausgewiesen ist, haben wir sie uns gleich vorgenommen. Fährt man von Mittenwald aus in Richtung Scharnitz, kommt man zu einem kleinen Parkplatz auf der rechten Seite, der extra für Besucher der Brunnsteinhütte gedacht ist. Dort haben wir geparkt: (N 47°24.511′ E 11°15.553′).

Nach Überquerung der viel befahrenen Hauptstraße geht es auf einem breiten Schotterweg in Richtung Brunnsteinhütte (Zeitangabe 2:00 Std.)
Wegweiser-Brunnsteinhuette

Der Weg geht an Wiesen vorbei und die Steigung nimmt schnell zu. Es wird nun richtig Steil, der Schotter wird grober aber der Weg bleibt breit und gut begehbar.
Weg-zur-Brunnsteinhuette

Insgesamt sind rund 540 Höhenmeter zu bewältigen. Nach einiger Zeit gelangten wir dann zu einer Weggabelung, die sehr nahe an der Sulzeklamm-Hängebrücke liegt. Diese sollte man unbedingt ansehen und ausprobieren.
Wegweiser
Sulzeklamm
Sulzeklamm-Schild
Sebastian-Hehn-Sulzeklamm

Der Weg schlängelt sich von nun ab von rechts nach links und umgekehrt. Ein Pilzgeruch liegt in der Luft und große Pilze säumen den immer steiniger werdenden Weg.
Die Ausblicke werden schöner und immer mehr der Schönheit des Karwendel kommt zum Vorschein.
Karwendelblick
An der Brunnsteinhütte (N 47°24.816′ E 11°16.720′) angelangt gibt es genügend Erfrischungen und Speisen die man bei genialer Aussicht genißen kann.
Brunnsteinhuette-von-unten
Blick-von-Brunnstein
Blick-vom-Brunnstein-4
Blick-vom-Brunnstein-3
Blick-vom-Brunnstein-2

Der Abstieg erfolg auf gleichem Weg wie der Aufstieg, er dauert in etwa 1:15 Std.

Interessant zu wissen ist, dass die Hütte eine Selbstversorgerhütte ist – der Strom wird komplett über Photovoltaik erzeugt, ein Pflanzenölmotor unterstützt dies bei Bedarf. Für die kleinen Wanderer ist ein Spielplatz und ein Streichelzoo eingerichtet.

Hier die Strecke bei GPSies:

Download hier:
GPSies - Wanderung zur Brunnsteinhütte

 

Meine Buchtipps zum Thema:

 

 

Aug 082012
 

Heute berichte ich über eine Wanderung vom 3. und 4. August 2012. Das Ziel der Wanderung ist der höchste Punkt im Karwendel, die Birkkarspitze mit 2756 m Höhe. Umgeben von traumhaften Tälern und Bergketten ragt der Gipfel neben der Ödkarspitze hoch in den Himmel. Zu Fuß ist diese Tour eher für 2 Tage anzusetzen, da der Weg zum Karwendelhaus, von wo aus die Besteigung der Birkkarspitze erfolgt, sehr lange ist (13,5 km auf Fußweg, 16 km Forststraße von Hinterriss aus). Man kann auch gut von Scharnitz aus zum Karwendelhaus gelangen, allerdings ist auch hier der Weg sehr lange, und mit dem Mountainbike super erreichbar.

Die Ausrüstung Bestand aus folgenden Materialien:

Die Tour erfordert einiges an Kondition und ist m.E. nicht für kleine Kinder geeignet. Ausgangspunkt ist Parkplatz 2 bei Hinterriss.

Wegweiser im Karwendel

Vom Parkplatz aus überqueren wir die Straße und kommen zu einem Forstweg , auf dem wir uns links halten. Dem Weg ca. 1,5 km gefolgt finden wir eine Wegabzweigung die ins Johannestal und zum Karwendelhaus führt. Wir können uns hier entscheiden, ob wir lieber die breite Forststraße entlanggehen oder näher am Bach entlang wandern wollen.

Gebirgsbach zum Johannestal

Wasser im Johannestal

Nach einiger Zeit fanden wir auf dem Weg diesen kleinen gefiederten Freund, der sich direkt auf der Mountainbike Spur befand, und dort weg sollte:

Ein netter Vogel

Hochalmsattel

In beiden Fällen kommen wir schließlich zum kleinen Ahornboden. Von hier aus kommen wir über den Hochalmsattel zum Karwendelhaus (47° 25′ 37″ N, 11° 25′ 18″ O), in dem wir übernachteten. Die Unterbringung ist gut und die Küche einwandfrei. Für DAV Mitglieder kostet die Übernachtung im Lager 10€. Es lohnt sich also auch aus diesem Grund, Vereinsmitglied zu werden. 
Um 5:15 klingelt der Wecker (oder es piepst das Handy) – aufstehen, schnell was essen und los geht’s zur Birkkarspitze.

Ein kleiner Pfad bringt uns zum ersten kurzen Klettersteig, gesichert mit einem Stahlseil. Nach den ersten paar Metern saß auf dem Weg ein junger Alpensalamander, dieser wartete darauf, sich in der aufgehenden Sonne zu wärmen. Ich setzte ihn auf die Seite,  sonst wäre er sicherlich vom Ansturm der München-Venedig Wanderer zertreten worden.
Alpensalamander

Nun gelangt man auf einem schmalen Pfad durch Latschenkiefern zu einem großen Geröllfeld, dem Schlauchkar.
Der lange Weg durchs Schlauchkar

Dieses wird mit der Zeit immer steiler und somit auch anstrengender zu erklimmen. Auf halber Höhe zogen dunkle Wolken auf, die uns unsicher machten, ob wir weiter aufsteigen sollten oder lieber gleich absteigen. Wir entschieden uns weiter zu gehen. Kurz vor dem Gipfel findet man geschützt liegend, die Birkkarhütte vor, in der man kurzzeitig sein schweres Gepäck abstellen kann, um auf die Spitze zu klettern (ca. 15 min.). Auch hier ist keine große Klettererfahrung notwendig, jedoch sollte man unbedingt trittsicher und schwindelfrei sein.
Aufstieg zur Birkkarspitze

An dieser Stelle trifft man auf viele “Traumpfad München-Venedig” Wanderer, die dann über die Scharte auf der anderen Seite absteigen und zum Hallerangerhaus weiter marschieren. Nachdem wir den Gipfel bestiegen hatten und uns ins Gipfelbuch eingetragen hatten, folgte das obligatorische Gipfelkreuz Bild und wir machten uns an den Abstieg.
Gipfelkreuz Birkkarspitze

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Blick von der Birkkarspitze
Die Wolken lichteten sich nun und die Aussicht wurde besser. Der Abstieg war lange und anstrengend, dass uns die Fusssohlen brannten. Wieder am Karwendelhaus angelangt, ruhten wir kurz die Beine aus und gingen gut gelaunt weiter in Richtung Auto / Hinterriss. Da uns die Füße weh taten vom Geröllfeld, wählten wir die Forststraße, die jedoch etwas weiter von der Strecke ist. (16km).
Hochalmsattel
Der Weg kam uns endlos vor, die Straße schlängelte sich den Berg hinab, von der einen Talseite zur anderen und zurück. Den Weg säumten immer wieder leckere Walderdbeeren, die wir nicht verschmähten. So einen Geschmack findet man in keinem Geschäft wieder! Nach einiger Zeit kamen wir wieder am kleinen Ahornboden an, diesmal von anderer Seite. Nun wieder am Denkmal von Hermann von Barth vorbei, Hinterriss nun 3,5 Stunden entfernt. Entlang am Johannisbach gingen wir weiter durchs Johannistal, bis uns plötzlich ein heftiges Gewitter überraschte. Wir wählten den Pfad durch den Wald – besser vom Baum, als vom Blitz erschlagen :) Meine neue Mammut-Jacke hatte den Test bestanden – sie ist wirklich absolut wasserdicht und ich bin sehr zufrieden! Die Hose von Patagonia war zwar durchnässt, trocknete aber erstaunlich schnell. Ca. eine Stunde vor der Ankunft am Auto endete der Regen. In dieser Stunde wurde die Hose fast komplett trocken. Wir hatten nun über 20km Abstieg hinter uns und waren froh, endlich wieder am Auto zu sein. Auch die Wanderstöcke leisteten vorbildliche Arbeit! Die Tour war wirklich sehr schön, Ungeübte sollten sich jedoch überlegen, sie auf 3 Tage anzusetzen, wenn sie ausschließlich zu Fuß begangen werden soll. Mit dem Fahrrad ist das natürlich viel einfacher, da der Abstieg fast komplett gerollt werden kann.
Eine weitere tolle Tourenbeschreibung, für diejenigen unter euch, die sich gleich aufmachen wollen, findet ihr im Bergzeit Magazin. In diesem Artikel findet ihr auch weitere Angaben zum Berg selbst und viele Tipps, die einem den Aufstieg erleichtern.


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