Mrz 172013
 

Heute Sind wir sehr früh aufgestanden, da wir nach Wattens gebracht wurden, um von dort unsere Tour fortzusetzen. Wir begannen die Etappe im Dauerregen und kamen im Dauerregen auf der Hütte an. Wir hatten von Beginn an einen sehr steilen Aufstieg, zuerst über einen alten Kreuzweg der uns zu einer Strasse führte. Wir folgen der Straße ca. 10 km. Immer steil bergauf. Mal war der Regen stärker, mal war er schwächer. Unsere Ponchos hielten einen Großteil der Nässe von uns fern, jedoch durchweichten unsere Schuhe. Wir durchquerten ein militärisches Sperrgebiet, in dem man weder fotografieren, filmen oder zeichnen darf. Die Landschaft wurde zunehmend interessanter. Nach dem Lager Walchen (Militär) begaben wir uns auf den Zirbenweg. Dieser Weg ist von einem sehr alten Baumbestand gesäumt und macht den Eindruck einer Märchenlandschaft. Überall hingen lange Bartflechten von den Bäumen. Der Weg wurde steiler, aber eine Hütte war in Sicht, die wir zuerst für unser Ziel hielten. Es stellte sich heraus, dass es eine Hütte eines weiteren Militärbereiches war. Aber das Ziel war nicht fern. Zwischen Kühen und Schweinen fanden wir unseren Weg zur Lizumer Hütte, die schon recht eingeschneit war. Die nassen Füße wurden langsam kalt. Wir kamen nun an der Hütte an und wurden freundlich empfangen. Die Nassen Klamotten noch schnell in den Trockenraum gebracht, und ab in den warmen Gastraum.
Andi’s Fuß schmerzt noch, es geht aber besser als gedacht. Er wandert in einem weicheren Schuh.

Laut des Wirtes sollten wir evtl. einen weiteren Tag bleiben, da die Wetterbedingungen eine Wanderung zum Tuxer Joch sehr gefährlich machen. Er sprach von ca. 15 cm Schnee. Mal sehen. Es bleibt spannend…

Fotos und Videos kommen nach, wir sind gerade auf der Hütte und können keine großen Datenmengen senden.

 

So… nun das Video:

Mrz 172013
 

Andreas Hofmann an der Isar bei Bad TölzHeute sind wir eindeutig zu spät los gewandert. Wir kamen in Bad Tölz erst um ca. 10 Uhr los. Es regnete. Wir wanderten an der Isar entlang, eine Autobahn im Vergleich zu manchen anderen Wegen. Rund 13 km wanderten wir bis zur Talstation der Brauneck Bergbahn. Vorbei an Kleinkairo, einem sehenswerten Kunstwerk an der Isar, vorbei an Arzbach, wo wir Kajakfahrer bei ihren Übungen beobachten konnten. Da die Beine und Füße vom vorherigen Tag noch schmerzten, gönnten wir uns die Gondelfahrt zum Brauneck hoch. Es stellte sich heraus, das dies ein sehr gute Idee sein sollte. Der Himmel sah bedrohlich aus, deshalb gingen wir relativ schnell. Die Zeitangabe von 3-4 Stunden vom Brauneckhaus bis zur Tutzinger Hütte konnten wir nicht einhalten. Wir entschieden uns wegen der kürzeren Wanderzeit den wesentlich anspruchsvolleren Weg über die Achselköpfe zu nehmen.

Andreas Hofmann am LatschenkopfBlick Walchensee BenediktenwandHier ist Ungeübten empfohlen, unterhalb die längere Route zu wählen. Die gewählte Route forderte alles. Die Hütte schien nahe zu sein, aber durch die viel verwinkelten und verschlungenen Wege trotzdem fast unerreichbar, denn die Beine und die Füße schmerzten heftig. Aber wir alle meisterten den Weg zur Tutzinger Hütte. Wir kamen gegen 20 Uhr an, die Küche wahr natürlich schon zu, was für uns ja kein Problem darstellte.

Wir empfanden die Atmosphäre eher als unangenehm. Davon hatten wir schon ein paar Wochen zuvor beim Karwendelhaus gehört, was dagegen sehr angenehm war. Wir sollten für den Löffel, den wir uns zum Umrühren unserer Speise liehen, zahlen. Die Ausstattung war sehr gut, im Schlafraum hatten wir gefühlte 40°C, was ein angenehmes Schlafen unmöglich machte. Nach einer wirklich sehr schlafarmen Nacht frühstückten wir und brachen zeitig zur nächsten Tour auf.

 

 

Hier das Video:

Mrz 172013
 

Sebastian auf der Tour nach Bad TölzSebastian Hehn

Wir gingen diese Etappe nach einer ausgeschlafenen Nacht zu Hause gemütlich an, wir hatten keinerlei Zeitdruck. Um ca. 9:30 Uhr machten wir uns auf. Es regnete, jedoch nach kurzer Zeit wurde es deutlich weniger, wir mussten aber ca. 10 km bei leichtem Dauerregen wandern. Die Tour verläuft fast den ganzen Tag nahe an der Isar. Unterwegs fanden wir etliche wilde Apfelbäume mit fast reifen Früchten, an denen wir uns bedienten. An der Tattenkofener Brücke schließlich, trafen wir Corinna, die uns ein paar Früchte brachte und neue Einlagen für die Schuhe. Wir machten ca. 45 Minuten Pause und starteten wieder durch. Endlich hörte der Regen auf, kurz nach Geretsried machten wir unser erstes Video.

Wir fanden eine riesige Menge an Tollkirschen und Himbeeren auf einem Fleck. Das war schon interessant – zwischen den giftigen Pflanzen die guten Himbeeren heraus zu pflücken. Der Weg verläuft überwiegend auf sehr gut begehbaren Strecken.
Nach Geretsried passierten wir den Malerwinkel, kamen durch ein nettes Stückchen Wald über eine Brücke, um dann einige Wiesen zu durchqueren. Überall Wildpflanzen wie Löwenzahn, Wegeriche, Brombeeren, Himbeeren in Hülle und Fülle.

Der Blick vom Malerwinkel Der Blick vom MalerwinkelAndreas-Hofmann im WaldAndreas Hofmann

Nach einiger Zeit auf guten Wegen kamen wir an ein langes Stück Schotterweg, mit tief aufgeschüttetem Isarkies. Das nimmt einem die Kraft. Kilometerweit stapft man durch dieses Geröll. Auch hier wieder interessante Pflanzen- und Tierwelt. Wir sahen viele kleine Kröten und Frösche über die Wege hüpften. Kurz nach dem Isar Längenschild 193 bogen wir rechts ab, um die Isar kurzzeitig zu verlassen und den Weg über die Höfe Lochen und Rimselrain fortzuführen. Die Füße, hier speziell die Ballen bei Sebastian und der Innenfuß bei Andreas fingen heftig an zu schmerzen. Die letzten Kilometer nach Bad Tölz waren landschaftlich sehr schön, da die Aussicht auf die schon fast erreichten Berge wunderschön war. Ein bedrohlich aussehendes Gewitter zog auf und es donnerte gewaltig. Wir dachten, dass wir gleich sehr nass werden würden, blieben jedoch glücklicherweise vollständig verschont. In Bad Tölz angekommen, trafen wir Corinna, mit der wir in’s Café Love gingen und einen leckeren Salat aßen. Dieser rundete den Abend ab und wir fuhren zufrieden und müde zurück nach Hause, um uns für den morgigen Tag, von Bad Tölz zur Tutzinger Hütte, zu regenerieren.

Sebastian Hehn und Andreas Hofmann am IsarstauseeSebastian Hehn und Andreas Hofmann am Isarstausee

 

 
Hier das lang ersehnte Video :)